Polizisten aus Hannover gehen in den Dresdner Fanblock
In der mündlichen Sportgerichtsverhandlung zu den Ausschreitungen beim DFB-Pokalspiel Hannover 96 gegen Dynamo Dresden sind die Fans des sächsischen Zweitligisten schwer belastet worden. Der als erster Zeuge geladene Klaus-Dieter Dunkel von der Kommission Prävention und Sicherheit beim Deutschen Fußball-Bund (DFB) sagte aus, die Dynamo-Anhänger hätten einen "äußerst aggressiven Eindruck gemacht. Man hat zum Teil hasserfüllte Gesichter gesehen."
"Deutlich hohes Gewaltpotenzial in der Stadt"
Bernd Kirchning, Einsatzleiter der Hannoveraner Polizei bei der Partie am 31. Oktober, bestätigte die Eindrücke. "Wir hatten ein deutlich hohes Gewaltpotenzial in der Stadt", sagte Kirchning. Insgesamt verzeichnete die Polizei 41 Straftaten. Es gab neun Verletzte und drei Festnahmen. Bereits vor dem Anpfiff hatten Dynamo-Fans in einigen Stadionbereichen die Eingänge zu den Blöcken gestürmt. Nach der Partie liefen rund 200 Gäste-Anhänger auf den Rasen, wurden aber von der Polizei zurückgedrängt. Dresden hatte im Vorjahr wegen der Krawalle in Dortmund schon eine drastische Strafe erhalten. Der vom Sportgericht verhängte Pokal-Ausschluss wurde in einer Berufungsverhandlung in eine Strafe von 100.000 Euro und ein Geisterspiel in der 2. Liga umgewandelt.