Dressur-Bundestrainer Jonny Hilberath glaubt nach dem Mannschaft-Silber an eine weitere Olympia-Medaille für seine Reiterinnen im Einzel. "Dass sie Kür reiten können, haben sie schon bewiesen", sagte der Coach am Mittwoch in London: "Alle drei haben Medaillen-Chancen." Der Coach schränkte angesichts der starken Konkurrenz jedoch ein: "Wir werden mit Sicherheit nicht alle drei Einzelmedaillen schnappen." Für das Finale am Donnerstag sind Helen Langehanenberg aus Havixbeck mit Damon Hill, Dorothee Schneider aus Framersheim mit Diva Royal und Kristina Sprehe aus Dinklage mit Desperados qualifiziert. Ungünstig ist die Auslosung, weil die drei Deutschen direkt hintereinander reiten müssen, ehe die drei Briten und Weltcup-Siegerin Adelinde Cornelissen ins Viereck müssen. Das passe gut ins britische TV-Programm, sagte Equipe-Chef Klaus Roeser. Es gebe aber keinen Hinweis darauf, dass die Auslosung per Computer nicht korrekt verlaufen sei. Roeser sagte weiter: "Im ersten Moment habe ich gedacht: Scheiße."
