Erstmals greift das Dream Team 2012 am ersten Olympia-Sonntag in das Geschehen ein und das gegen einen hochkarätigen Gegner aus Frankreich. Deutschland schaut dagegen auf den Heiligen Rasen, die Straße und zwei späte Entscheidungen.
Das Team USA gibt sich die Ehre
Auch wenn sich die Experten mit US-Präsident Barack Obama einig sind, dass das original Dream Team von 1992 dem heutigen überlegen wäre, zu verachten ist die diesjährige Ausgabe auch nicht. Alles außer Gold wäre eine Enttäuschung und das weiß das Team um Kobe Bryant und LeBron James auch.
Fans der Los Angeles Lakers dürften sich beim Anblick des Teams dabei fast die Augen reiben, denn Kobe Bryant spielt beim Team USA einen ganz anderen Stil als bei den Lakers. 8,2 Punkte, die er in der Vorbereitung im Schnitt verbuchte, würden in Los Angeles einen Schwarm von Ärzten veranlassen, den Puls des fünffachen NBA-Champions zu fühlen.
Doch im Team USA ist alles anders, Kobe spielt für das Team und ist angesichts acht anderer Allstars nicht dazu gezwungen, Spiele fast im Alleingang zu entscheiden. Dazu kommen mit James Harden der beste sechste Mann der NBA, mit Tyson Chandler der beste Defensivspieler und mit Anthony Davis der Top-Rookie des Jahres - über kurz oder lang dürfte sich also jedes Mitglied des Dream Teams 2012 als NBA Allstar bezeichnen.
Beim Auftaktgegner aus Frankreich um 15.30 Uhr gibt es dagegen "nur" einen Spieler diesen Kalibers und das ist Point Guard Tony Parker, immerhin dreifacher NBA-Champion und viermaliger Allstar. Die anderen vier in der NBA beschäftigten Spieler spielen in ihren Liga-Teams sicher nicht Parkers herausragende Rolle, zumindest kann sich Ronny Turiaf nach den diesjährigen Finals NBA-Champion nennen - auch wenn er mit 1,9 Punkten und 2,6 Rebounds im Schnitt sicher nicht die entscheidendste Rolle bei der Miami Heat spielte.
Gegen die USA können Parker, Turiaf, Boris Diaw, Kevin Seraphin und Nicolas Batum, sowie ihre in Europa beschäftigten Landsleute jedoch nur gewinnen. Wenn vielleicht auch nur an Erfahrung.
Auf den Straßen Londons
Einen Tag nach Alexandre Vinokourovs Triumph im Straßenrennen von London müssen die Damen ran. Der BDR hat dabei mehrere Eisen im Feuer: "Es gibt mehrere Varianten, wie das Rennen laufen kann. Wenn es zum Massensprint kommt, haben wir mit Ina-Yoko Teutenberg eine der Schnellsten in der Welt, für andere Konstellationen hätten wir Judith oder Trixi Worrack.", so Bundestrainer Ronny Lauke. Ab 13 Uhr geht es auf die 140 Kilometer vom Buckingham Palace durch und um London wieder zurück zum Wohnzimmer der Queen.





