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Dramatik pur in Liverpool - Huth trifft für Leicester

Zu den Kommentaren3 Kommentare   |   Quelle: sportal.de
13. Januar 2016, 23:14 Uhr
Firmino
Firmino traf doppelt für Liverpool in einer dramatischen Partie

Der 21. Spieltag der Premier League hatte es in sich. Sowohl das 3:3 von Manchester United in Newcastle, als auch das 3:3 von Arsenal beim FC Liverpool sorgten für Begeisterung. Chelsea kam gegen West Brom nicht über ein 2:2 hinaus. Robert Huth schoss Leicester zum Sieg gegen Tottenham.Ruhiger ging es hingegen bei den torlosen Unentschieden von Manchester City gegen Everton zu. 

Newcastle United - Manchester United 3:3 (1:2)

Tore: 0:1 Rooney (10./HE), 0:2 Lingard (38.), 1:2 Wijnaldum (42.), 2:2 Mitrovic (67./FE), 2:3 Rooney (79.), 3:3 Dummett (90.)

Was für ein Spiel! Innerhalb von wenigen Minuten macht United alle Emotionen, die der Fußball zu bieten hat, durch. Dabei stellt sich auch die Frage, was Manchester ohne Wayne Ronney wäre. Wieder einmal zeigte der Kapitän mit seinen beiden Toren, warum er trotz aller Kritik immer noch ein Herzstück der Mannschaft ist. Die Marschrichtung vor dem Spiel gegen das Kellerkind aus Newcastle war klar: Nur ein Sieg zählte im Kampf um den Anschluss an die Plätze an der Sonne. 

Nach dem mühevollen 1:0-Erfolg unter der Woche im FA-Cup gegen Sheffield United gab Coach Louis van Gaal zu, dass er bei manchen Spielen "sehr gelangweilt oder wütend" gewesen sei ob der Leistung seines Teams. Zumindest zu ersterem hatte der General gegen die Magpies aber wenig Grund. Schon früh sorgte Wayne Rooney per Elfmeter für die United-Führung. Zuvor hatte Chancel Mbemba einen Kopfball von Marouane Fellaini klar mit dem Arm geblockt, Schiedsrichter Mike Dean entschied richtigerweise auf Strafstoß, den der Kapitän sicher zum 1:0 verwandelte (10.). 

Eine Viertelstunde später hätte Rooney schon für eine Vorentscheidung sorgen können, allein vor dem Tor der Elstern verzog er aber knapp (27.). Den Fauxpas machte Rooney aber mit seiner Vorarbeit zum 2:0 wieder wett, Jesse Lingard musste nach einem Konter nur noch einschieben (38.). Wer dachte, die Magpies würden sich danach geschlagen geben, hatte die Rechnung ohne Georginio Wijnaldum gemacht. Der Niederländer drosch den Ball auf Kopfballvorlage von Fabricio Coloccini aus gut 14 Metern aus vollem Lauf genau rechts unten ins Eck und sorge so für den Anschluss (42.).

Damit gab sich der 17. der Premier League aber nicht zufrieden. Nach einem Zweikampf zwischen Chris Smalling und Aleksandar Mitrovic, der eher an einen Ringkampf erinnerte, gab es den zweiten Elfmeter des Abends. Smalling zog zwar mächtig am schwarz-weißen Jersey, Mitrovic drückte den Kopf des United-Verteidigers aber mindestens ebenso herunter - zumindest umstritten. Mitrovic kümmerte es wenig, nach zuvor zwei vergebenen Elfern versenkte er nach dem Motto "Aller guten Dinge sind Drei" locker in die rechte Ecke (67.). Spätestens jetzt war van Gaal richtig angefressen. 

In der Folge gerieten die Red Devils mächtig ins Schwimmen, Newcastle merkte, dass ein Punktgewinn hier absolut drin war. Doch da war ja noch Wayne Rooney. Einen zuvor geblockten Schuss haute Uniteds Nummer Zehn aus gut sechzehn Metern mit all seinem Frust über die verspielte Führung in den linken Knick. Fellaini schaffte es fünf Minuten vor Ende aus fünf Metern per Kopf nicht , die Entscheidung zu besorgen. Und das rächte sich in der 90. Minute, als Paul Dummett einen echten Hammer in den rechten Winkel losließ. Pechvogel Smalling fälschte noch ab, keine Chance für Keeper David de Gea.

 

FC Chelsea - West Bromwich 2:2 (1:1)

Tore: 1:0 Azpilicueta (20.), 1:1 Gardner (33.) 2:1 McAuley (73./ET), 2:2 McClean (86.)

Chelsea startete furios in die Partie und nach nur zwei Minuten verpasste Diego Costa die Führung. Wenige Momente später hatte auch Willian das 1:0 auf dem Fuß. Nach 20 Minuten war es dann soweit: Cesar Azpilicueta durfte sein erstes Saisontor und die Chelsea-Führung bejubeln. Doch West Brom steckte nicht auf und so entwickelte sich eine temporeiche und offensiv geführte Partie.

Nach den rasanten Anfangsminunten und dem Tor von Azpilicueta, der nach schöner Vorarbeit von Branislav Ivanovic am langen Pfosten nur noch einschieben musste, hatten die Gäste schnell die richtige Antwort parat. Aus 20 Metern fasste sich Craig Gardner nach Vorlage von Darren Fletcher ein Herz und traf unhaltbar ins linke Eck. Beide Teams hielten im ersten Durchgang nur wenig von Mittelfeldgeplänkel. In Ballbesitz suchten sowohl Chelsea als auch West Brom den schnellsten Weg in Richtung der gegnerischen Abwehrreihen, die meist keinen sicheren Eindruck hinterließen.

Das hohe Tempo der ersten Halbzeit konnten beide Mannschaften nach der Pause, wie erwartet, nicht aufrecht erhalten. Chelsea steigerte sich in der Defensive deutlich und ließ kaum noch Chancen für die Gäste zu. Doch Offensiv entwickelten die Blues bei weitem nicht mehr die Durchschlagskraft von Halbzeit eins. Und so musste der Gegner aushelfen: Nach einer flachen Hereingabe lenkte Gareth McAuley den Ball ins eigene Tor. Doch West Brom belohnte sich doch noch für die starke Vorstellung und kam wenige Minuten vor Schluss zum verdienten Ausgleichstreffer durch James McClean, der den Ball aus der Distanz mit Gewalt in die Maschen hämmerte.

Chelsea verpasste somit die Chance, mit einem Sieg an West Brom vorbeizuziehen und kommt in der Tabelle nicht vom Fleck, hängt weiter auf dem 14. Platz.

Tottenham Hotspur - Leicester City 0:1 (0:0)

Tor: 0:1 Huth (83.)

An der White Hart Lane entwickelte sich ein ähnliches Spiel wie drei Tage zuvor im FA Cup. Tottenham - auf sieben Positionen verändert - hatte mehr vom Spiel, verpasste aber diesmal das frühe Tor, auch weil Kasper Schmeichel einen richtig guten Tag erwischte.

Die Foxes brauchten sowohl in der Offensive als auch in der Defensive Zeit, um ins Spiel zu kommen. Nach dem Seitenwechsel legte Leicester einen Zahn zu. Die Chancen hatten aber weiterhin die Hausherren.

Harry Kane startete nach Traumpass von alleine in Richtung Schmeichel, tunnelte den LCFC-Keeper und drehte schon zum Jubel ab, doch die Nummer Eins der Foxes lenkte den Ball noch irgendwie an die Latte (62.). In der 83. bekamen die Spurs die Quittung für die schlechte Chancenverwertung: Huth stand nach einer Ecke mutterseelenallein und köpfte zum Siegtor ein. 

Manchester City – FC Everton 0:0

Von Beginn an versuchten die Citizens die Gäste aus Liverpool einzuschnüren und Chancen zu kreieren. Die Toffees hielten gut dagegen und versuchten, aus einer stabilen Defensive über Konter zum Erfolg zu kommen.

Im Verlauf der Partie entwickelte sich ein Privatduell zwischen Sergio Agüero und Everton-Keeper Tim Howard, das der US-Amerikaner klar für sich entschied, indem er mehrmals stark parierte.

Am Ende war der Punktgewinn für Everton sicherlich glücklich, aber nicht unverdient, da man gegen spielerisch überlegene Gäste mit starker Defensive durchaus überzeugte.

Durch die Punkteteilung bleibt ManCity Dritter, jeweils drei Zähler hinter Arsenal und Leicester, Everton steht auf dem elften Rang. 

FC Liverpool - FC Arsenal 3:3 (2:2)

Tore: 1:0 Firmino (10.), 1:1 Ramsey (14.), 2:1 Firmino (19.), 2:2 Giroud (25.), 2:3 Giroud (55.), 3:3 Allen (90.)

Vor 46.256 Zuschauern an der ausverkauften Anfield Road legten beide Teams furios los. Roberto Firmino (10./19.) brachte den FC Liverpool zwei Mal in Führung, Aaron Ramsey (14.) und Olivier Giroud (25.) glichen für den FC Arsenal aus.

Im zweiten Durchgang drehte Giroud mit seinem Treffer die Partie (55.), kurz vor Schluss traf Joe Allen doch noch zum verdienten Ausgleich (90.) für die Gastgeber.

Damit hat Arsenal 43 Punkte auf dem Konto und liegt gleichauf mit Leicester City an der Spitze der Premier League.

zu "Dramatik pur in Liverpool - Huth trifft für Leicester"
3 Kommentare
Letzter Kommentar:
Carter schrieb am 14.01.2016 10:01
Es ist überaus bedauerlich, daß Wenger so ein großartiger Sportsmann ist. Hätte Wenger dem Psycho-Kloppps bei dessen permanent-Ausrastern nicht gerade noch rechtzeitig gesagt, er solle sich beruhigen, sonst fliege er auf die Tribüne, wäre Klopps gestern höchstwahrscheinlich hochgeschickt worden nach Roter Karte. Schade. Ein Chance vertan, den Klopps dahin zu kriegen, wo er hingehört: Auf die Tribüne statt an die Aeitenlinie. Gestern war wieder Klopps pur angesagt, ein Rumhampeln, Brüllen, Schreien, Grimassen schneiden: Der Typ ist nicht ganz richtig, meine Meinung, und das sehem immer mehr Leute in England so, schätze ich.
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