Jürgen Klopp beweist ohne EM-Fahrer bei Dortmunds 4:0 in Erfurt Geschick bei der Stürmerwahl, Hertha BSC tankt beim 4:0 gegen Hannover Selbstvertrauen, Hoffenheim feiert einen Kantersieg und experimentiert, während Düsseldorf auch gegen Panathinaikos verliert.
Borussia Dortmund war beim Testspiel gegen Erfurt vor 15.601 Zuschauern im Steigerwaldstadion mit einer besseren B-Elf ohne seine EM-Spieler aufgelaufen und kam zu einem lockeren 4:0-Sieg. Wenig überraschend hatte der BVB von Beginn an die größeren Spielanteile. Erfurt hielt zwar anfangs noch gut mit, musste nach einer guten Viertelstunde dann aber das 0:1 durch Julian Schieber hinnehmen, der eine Ecke von Leonardo Bittencourt aus kurzer Distanz einnickte.
Die überlegenen Dortmunder kamen zu weiteren Chancen, konnten Erfurts Keeper Andreas Sponsel zunächst aber kein zweites Mal düpieren und mussten kurz vor dem Halbzeitpfiff den verletzungsbedingten Ausfall von Mustafa Amini hinnehmen, der von Moritz Leitner ersetzt wurde. In die Schlussphase der ersten Hälfte fiel auch die größte Erfurter Chance: Mijo Tunjic stand frei vor Mitch Langerak, aber auch im Abseits.
In der Pause wechselte Jürgen Klopp ordentlich durch, brachte unter anderem Erik Durm für Schieber und wurde belohnt. Nur sieben Minuten nach seiner Einwechslung stand Durm dann frei vor Erfurts frisch eingewechseltem Keeper Markus Rickert und vollstreckte eiskalt zum 0:2. Danach verflachte die Partie erheblich, bis Felipe Santana eine Ecke zum 0:3 einköpfte und Leitner einen an Rico Benatelli verursachten Foulelfmeter zum 0:4 vollstreckte.
Hertha tankt gegen Hannover Selbstvertrauen
Auch ohne seine beiden wohl morgen endgültig unter Dach und Fach gebrachten Neuzugänge Sami Allagui (Mainz) und Ben Shar (Espanyol Barcelona) hat Hertha BSC einen klaren 4:0-Testspielsieg über Hannover 96 feiern können. Und das, obwohl in Hildesheim zunächst die Niedersachsen das Spiel bestimmt hatten und der Führung recht nahe gekommen waren. Doch dann setzte Marco Djuricin mit einem Pass Daniel Beichler ein, der die 1:0-Pausenführung für die Berliner erzielte.
Zur zweiten Hälfte hatte Hannovers Trainer Mirko Slomka komplett durchgewechselt und auch Jos Luhukay baute sein Team auf fünf Positionen um. Herthas Spiel verkraftete die Umstellungen besser, der eingewechselte Ronny brachte eine Flanke in den Strafraum, die Hannovers Leon Andreasen zum 2:0 für die Berliner ins eigene Netz bugsierte. Kurz darauf wollte der 96 seinen Faux Pas wieder ausbügeln, seinen Kopfball lenkte Herthas Keeper Philip Sprint mit einer tollen Parade allerdings an die Latte.
Strömender Regen behinderte dann das Spiel beider Teams erheblich, bis sich Schulz auf dem linken Flügel durchsetzen und in die Mitte ziehen konnte und für Beichlers zweiten Treffer des Tages auflegen konnte. Den Endstand markierte Ronny, der einen an Elias Kachunga verursachten Foulelfmeter hart und platziert zum 4:0 in die Maschen drosch.




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