Deutschland startet am Samstag gegen Brasilien (16 Uhr im Live-Ticker) in die Handball-WM in Spanien. DHB-Kapitän Oliver Roggisch stellt in seiner Kolumne den deutschen Kader vor und gibt einen Einblick ins Innenleben der Truppe.
Tor: Silvio Heinevetter (Füchse Berlin), Carsten Lichtlein (TBV Lemgo)
Ein super Torhüter-Gespann, wie es unterschiedlicher wahrscheinlich kaum sein könnte. Silvio Heinevetter als der unkonventionelle, verrückte Torhüter. Und mein Zimmerkollege Carsten Lichtlein als der groß gewachsene Keeper, mit einer super Reichweite und gutem Stellungsspiel. Zwei unterschiedliche Torhüter, wie man sie denke ich in so einem Turnier auch benötigt. Dass wir uns da international nicht verstecken müssen, ist klar. Mit den beiden Jungs sind wir ganz vorne dabei. Die Abwehr muss aber natürlich auch stehen, damit sie etwas zum Halten haben. Wir müssen noch etwas an der Feinabstimmung arbeiten, dann bin ich optimistisch. Die Abwehr muss im Verbund mit den Torhütern unsere Stärke sein, damit wir Gegenstöße laufen können und uns im Positionsangriff nicht so aufreiben.
Rückraum Mitte: Michael Haaß (Frisch Auf Göppingen), Martin Strobel (TBV Lemgo)
Michael Haaß aka Hassan kenne ich noch von ganz früher. Als ich in Essen war, kam er als 17-Jähriger ins Training. Er hat sich super entwickelt und ist offensiv wie defensiv ein ganz wichtiger Spieler. Er ist hinten im Innenblock ein Faktor und im Angriff ist er der Kopf der Mannschaft. Auch seine Willensstärke und gutes Eins-gegen-Eins-Verhalten zeichnen ihn aus. Martin Strobel kann auch schnell und gut im Eins-gegen-Eins agieren, dazu kommt ein guter Schlagwurf und ein gutes Zusammenspiel mit dem Kreis. In der Abwehr ist er ein guter Deckungsspieler auf der Halb-Position.
Rückraum links: Sven-Sören Christophersen (Füchse Berlin), Stefan Kneer (SC Magdeburg), Steffen Fäth (HSG Wetzlar)
Ganz wichtig, dass Smöre wieder fit ist. Er hat die meiste Erfahrung auf dieser Position und sich in Berlin in den letzten Jahren extrem gesteigert. Er kann auch aus 10 Metern ein Tor werfen, er spielt gut mit dem Kreisläufer zusammen - er kann eine Führungsrolle übernehmen. Stefan Kneer ist ganz stark im Eins-gegen-Eins, ein sehr durchsetzungskräftiger Spieler. Spielt auch gut mit dem Kreis zusammen und kann in der Deckung auf halb oder im Innenblock eine wichtige Aufgabe übernehmen. Steffen Fäth ist der Junge, der mit viel Unbekümmertheit ans Werk geht. Er hat vor allem einen Riesenstrahl im Arm. Er kann auch mal den Schlagwurf von der Seite auspacken und er ist ziemlich abgezockt für sein Alter. Er hat mich von allen am meisten überrascht. Ich kenne ihn ja noch aus Löwen-Zeiten, er hat wirklich einen großen Schritt nach vorne gemacht.





