Auch nach sieben Spieltagen in der NFL sind wirkliche Favoriten sowohl in der NFC als auch in der AFC rar gesät. Dementsprechend sucht man auch die wirklichen Flops noch vergeblich - Konstanz ist in der Liga derzeit keine Einbahnstraße, wie der sportal.de-Kolumnist feststellt.
Regelmäßige Leser der Kolumne der letzten Saison vermissten die Flops und vor allem Tops in den letzten Spieltagen. Eigentlich wollte ich mich wieder einmal darum drücken, "in ständiger Bewegung die Zukunft ist", wusste schon der weise Yoda. Sein alter Ego, der Quarterback der Alliance Rebels dürfte in Abwandlung dessen sagen: "In ständiger Bewegung die Tabellen der NFL sind."
So kippten sich am Wochenende wieder einmal einige bis dahin von mir ausgemachten Favoriten aus dem Rennen für die Top-Anwärterschaft. Hallo, Baltimore Ravens! Aber auch: Hallo, New England Patriots! Die gewannen zwar - aber mit ganz, ganz, viel Glück und unter anderem freundlicher Hilfe vom Quarterback der New York Jets, Mark Sanchez, der durch einen Fumble die Rufe nach seinem Backup Tim Tebow lauter werden ließ. Hätte ich doch bloß mein Jahresgehalt auf die Wette gesetzt, dass Tebow ab dem 8. Spieltag der NFL als New Yorker Heilsbringer angesehen wird - ich würde jetzt nach meinem Altersruhesitz in Irland suchen.
Solche Wetten gibt es jedoch nur in Las Vegas und das werde ich demnächst nur links liegenlassen. Und so beschäftige ich mich weiter mit der NFL und, in diesem Falle, den Tops und Flops des 7. Spieltages.
Houston Texans: Ein Super Bowl zum Zehnjährigen
Für mich sind die Texaner derzeit die absolute Nummer eins in der AFC. Denn hinter den Houston Texans, die in diesem Jahr ihr zehnjähriges Bestehen feiern, kommt lange nichts mehr. Bis zu diesem Spieltag hatte ich noch die Baltimore Ravens auf der Rechnung - aber ein 13:43 ist selbst durch die Ausfälle der Verteidiger Ray Lewis und Lardarius Webb nicht zu rechtfertigen. Ich könnte jetzt ein kleines "Ich-hab-es-doch-gewusst"-Tänzchen einlegen, denn Quarterback Joe Flacco hat einmal mehr bewiesen, dass ohne eine gute Defense nicht sehr viel Verlass auf ihn ist.
Und auch einen angeschlagenen und später verletzt ausgewechselten Safety Ed Reed lass ich nur bedingt gelten. Das Einzige, was für die Ravens spricht: Weder die Pittsburgh Steelers, noch die Cincinnati Bengals oder Cleveland Browns sind in der AFC North besser.
Zurück zum AFC-Favoriten Nummer eins, den Houston Texans. Die schlugen nicht nur zum ersten Mal in ihrer zehnjährigen Teamgeschichte die Ravens, sondern rächten sich auch bitter für das Playoff-Aus im der vergangenen NFL-Saison. Was die Texans in diesem Jahr so gut macht? Das - und ich entschuldige mich im voraus für diese Phrasendrescherei - Gesamtpaket stimmt einfach.
Denn sie tauchen in den Top-Five-Kategorien in Sachen Offensive wie Gesamtyards und Raumgewinn durch die Luft oder am Boden nicht auf, führen aber die wohl entscheidenste Statistik an: Die Anzahl der Touchdowns. In der Defensive gehören die Texans in jeder Menge Kategorien zu den Top Fünf. Besonders beeindruckend: Noch konnte keiner einen Touchdown gegen die Texans erlaufen. Mit dem Sieg über die Baltimore Ravens haben diese Houston Texans auf jeden Fall ihr bisheriges Meisterstück abgeliefert und sich vom Rest der AFC distanziert.





