Wenn Deine Mudda dich zum Einkaufen schickt, gibt es trotz der richtig gekauften Eier Ärger, wenn Du die Hälfte vergisst. So oder so ähnlich ergeht es den Fans von Manchester United, die sich über Robin van Persie freuen, aber noch viele Lücken im Kader sehen.
Manchester Uniteds Saisonstart kann als gelungen bezeichnet werden. Trotzdem sind die Red Devils sowohl in der Champions als auch in der Premier League nicht der absolute Topfavorit. Ist Sir Alex Ferguson noch der richtige Mann? sportal.de analysiert die Lage bei United.
In der Premier League verloren die Red Devils am vergangenen Spieltag das Heimspiel gegen Tottenham mit 2:3, mit zwei Niederlagen und zwölf Punkten steht der Rekordmeister aber auf Rang drei, der Rückstand auf Spitzenreiter FC Chelsea (16) ist überschaubar. Der 1:0-Sieg zum Champions League-Auftakt gegen Galatasaray war glanzlos, ein Ausscheiden in der Vorrunde wie im vergangenen Jahr ist unwahrscheinlich, zumal Ferguson stets die erste Elf angekündigt hat.
Die nackten Zahlen stimmen, aber die Spielweise stimmt nicht optimistisch. Uniteds System wirkt langsam und schwerfällig, auch wenn die Offensive mit dem von einer Verletzung gerade wieder genesenen Wayne Rooney und den Neuzugängen Robin van Persie und Shinji Kagawa auf den ersten Blick überragend klingt. Es hapert in allen Mannschaftsteilen - dieser Kritik muss sich Ferguson stellen.
Man United: Fragwürdige Transferpolitik
Der ewige Alex ist einer der erfolgreichsten Trainer auf dem Planeten: Seit 1986 steht er United vor, in dieser Zeit gewann Manchester zwölf Titel in der Premier League, die Champions League holte Ferguson 1999 und 2008 - seine Qualitäten als Trainer und Teammanger sind unbestritten.
Ein wirkliches Lob verdient sich Ferguson auch dadurch, dass er nicht jede Preistreiberei auf dem Transfermarkt blind mitmacht. Van Persie hat zwar auch 30 Millionen Euro Ablöse gekostet, gemessen am Martkwert und am Standing in der Premier League aber ein akzeptabler Wert.





