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1. Die fünf schlechtesten Verlierer in der Geschichte des Fußballs
Von: Henning Schulz
Datum: 01. August 2012, 11:53 Uhr
Format: Artikel
Diskussion:
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Die fünf schlechtesten Verlierer in der Geschichte des Fußballs

Kuwait und Frankreich geraten 1982 aneinander
Kuwait und Frankreich geraten 1982 aneinander

Vor Ärger über eine Niederlage ist auch der ausgeglichenste Sportler nicht gefeit. Doch was passiert, wenn Hitzköpfe den Kürzeren ziehen? Dann kann es hochexplosiv werden! Wir haben die schlechtesten Verlierer der Fußball-Geschichte für Sie zusammengestellt.

AC Mailand 1991
Nach den Titeln im Landesmeister-Cup 1989 und 1990 sah es 1991 für das Team von Trainer Arrigo Sacchi im Viertelfinale gegen Olympique Marseille nicht gut aus. Nach dem 1:1 im Hinspiel in Mailand hatte Chris Waddle Marseille im heimischen Stade Velodrome in der 75. Minute in Führung gebracht. Alles sprach alles für ein Weierkommen für OM.

Doch in den Schlussminuten fiel auf einmal das Flutlicht aus und Milan sah seine Chance gekommen. Obwohl der Schaden nach wenigen Minuten repariert worden war und Schiedsrichter Bo Karlsson aus Schweden die Partie wieder anpfiff, weigerten sich die Rossoneri wieder aufs Feld zu kommen.

Der AC Mailand wurde in der Folge für die Ereignisse in der Notte di Marsiglia für ein Jahr im Europapokal gesperrt und die Partie mit 3:0 für Olympique Marseille gewertet. Sportdirektor Adriano Galliani, der die Mannschaft angewiesen hatte, nicht weiterzuspielen, wurde für zwei Jahre gesperrt. Milan-Präsident Silvio Berlusconi war außer sich. "Es ist ein Urteil, das weit über die UEFA-Regeln hinausgeht. Völlig übertrieben und es hat uns überraschend getroffen. Neben dem sportlichen Schaden, hat auch unser Ansehen sehr gelitten."

Chile 1989
21 Minuten vor dem Ende eines WM-Qualifikationsspiels in Rio de Janeiro führte Brasilien gegen Chile 1:0 und war damit auf dem Weg zur Weltmeisterschaft 1990 in Italien, als der 24-jährige Brasilianer Rosemary de Mello die schlechte Entscheidung traf, einen Leuchtkörper in den chilenischen Strafraum zu werfen. Chiles Goalkeeper Roberto Rojas brach blutüberströmt zusammen und musste vom Platz getragen werden.

Nach einer 25-minütigen Unterbrechung sollte das Spiel fortgesetzt werden, doch Chile weigerte sich, weiterzuspielen. Daraufhin bestand Brasiliens Vize-Verbandschef Eurico Miranda darauf, dass das Spiel mit 2:0 für Brasilien gewertet werde - wie bei einem ähnlichen Vorfall zwischen den Niederlanden und Zypern 1987, Chiles Verbands-Präsident Sergio Stoppel jedoch forderte ein Wiederholungsspiel auf neutralem Grund.

Nach dem Spiel kam es vor der brasilianischen Botschaft in Chile zu einer Demonstration mit 4000 Teilnehmern, bei der brasilianische Flaggen verbrannt wurden und Fensterscheiben zu Bruch gingen. Die anschließende FIFA-Untersuchung ergab, dass Rojas sich die Wunde auf Anweisung des chilenischen Nationaltrainers Orlando Aravena selber zugefügt hatte, um das Spiel zum Abbruch zu bringen und vom Leuchtkörper gar nicht getroffen worden war. Chile wurde von der WM 1994 ausgeschlossen. Rojas, Aravena, Stoppel und der Teamarzt wurden lebenslang gesperrt. Vize-Kapitän Fernando Astengo musste fünf Jahre pausieren, da er das Team vom Platz geführt hatte.

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