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1. Die Eastern Conference der NBA: Miami Heat, Boston Celtics und dann? Basket-Case-Saisonvorschau
Von: Oliver Stein
Datum: 29. Oktober 2012, 08:57 Uhr
Format: Artikel
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Die Eastern Conference der NBA: Miami Heat, Boston Celtics und dann? Basket-Case-Saisonvorschau

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Die großen Drei der Miami Heat wollen den Titel halten

Miami Heat, Boston Celtics, New York Knicks - die üblichen Verdächtigen sind bekannt. Doch wer wird es in der Eastern Conference noch in die Playoffs schaffen? Den ersten Teil der großen Saison-Vorschau der NBA gibt es hier im sportal.de Basket Case.

Das beste Team in der Regular Season der NBA kam mit den Chicago Bulls im letzten Jahr aus der Eastern Conference. Das schwächste auch - die Charlotte Bobcats. Wer in diesem Jahr am stärksten sein wird und sich die Top-Seeds erspielt? Dazu kommen wir jetzt ohne große Umschweife - den Westen der Liga gibt es dann morgen im zweiten Teil der Vorschau.

Newcomer Brooklyn Nets versus Oldschool Boston Celtics

In den letzten Jahren war das Bild in der Atlantic Division ein sehr übersichtliches. Die Boston Celtics dominierten den Nordosten, dem Rest der Teams blieb nur der Kampf um die Plätze. Doch das könnte sich diese Saison ändern, denn die Division hat sich zu einer der ausgeglichensten in der Liga entwickelt.

Die Brooklyn Nets haben nach ihrem Umzug aus New Jersey aufgerüstet und scheinen gewillt, mit der Guard-Kombination Deron Williams und Joe Johnson den Angriff auf die Spitzenplätze der NBA zu wagen. Mit Mirza Teletovic wurde ein vielversprechender Big Man verpflichtet und mit MarShon Brooks und Josh Childress hat man auf der Bank zumindest offensiv einige Optionen. Einzig die Defensive bereitet Sorgen, denn weder Kris Humphries noch Brook Lopez sind unter dem Korb wirklich gute Verteidiger.

Selbiges galt im letzten Jahr allerdings auch für den großen Nachbarn, die New York Knicks. Dort musste mit Jeremy Lin zwar der Shootingstar der letzten Saison gehen, doch mit Jason Kidd wurde routinierter Ersatz verpflichtet. Doch das Problem der Knicks ist nach wie vor am ehesten die Defensive, da man mit Amare Stoudemire und Carmelo Anthony zwei Superstars unter Vertrag hat, die selten in der Lage sind, vernünftig zu verteidigen. So werden die Fans der Knicks hoffen müssen, dass Tyson Chandler eine ähnlich gute Saison spielen kann wie in den letzten beiden Jahren. Denn selbst wenn ein Playoff-Platz sicher scheint, dürfte der Fokus auch darauf liegen, sich in der Regular Season vor die Nets zu schieben - den neuen Lokalrivalen vorbei ziehen lassen zu müssen, wäre sicher für den gesamten Club äußerst schmerzvoll.

Auch die Philadelphia 76ers haben im letzten Jahr für Aufsehen gesorgt, als man zunächst die Chicago Bulls aus den Playoffs warf und sich anschließend bis zum entscheidenden Spiel 7 hervorragend gegen die Boston Celtics wehren konnte. Und eigentlich hat man mit der Verpflichtung von Andrew Bynum, der momentan allerdings wie so oft in seiner Karriere verletzt ist, in der Sommerpause vieles richtig gemacht - außer Andre Iguodala abzugeben. Der All-Star und Teilnehmer der Olympischen Spiele war das Herz der Defensive bei den 76ers, und so viel körperliche Präsenz Bynum auch haben mag, so stark wie Iguodala ist er eben nicht. Offensiv hingegen sollte das Paar Bynum/Hawes unter den Körben für viele positive Momente sorgen, wenn sie denn beide fit werden und es auch bleiben - was allerdings auch Pflicht sein dürfte, denn die Guard-Positionen sind sehr dünn besetzt.

Unterschätzen sollte man auch die Toronto Raptors nicht, die nach vielen Jahren im Keller der Liga zumindest in der Pre-Season, in der sie nur ein Spiel verloren, einige sehr vielversprechende Ansätze zeigen konnten. Vor allem Sophomore Jonas Valanciunas sowie Rookie Terrence Ross scheinen sich schnell an die Liga zu gewöhnen, und mit Kyle Lowry hat die Spielmacherposition neues Leben eingeimpft bekommen, nachdem die Leistungen von Jose Calderon in den letzten Jahren deutlich zurück gegangen waren.

Doch der große Favorit sind und bleiben die Boston Celtics. Während in vielen Medien nachdrücklich betont wurde, wie schwer zu verkraften der Abschied von Ray Allen nach Miami wohl sein dürfte, haben die Celtics still und leise ein richtig gutes Team auf die Beine gestellt. Zu den bereits anwesenden All-Stars Rajon Rondo, Kevin Garnett und Paul Pierce gesellen sich mit Jared Sullinger und Fab Melo zwei Big Men für die Forward- und die Center-Position, mit den nach Verletzungen zurück gekehrten Avery Bradley und Jeff Green zwei grundsolide Verteidiger sowie mit Jason Terry ein Allen-Ersatz, der bereits einen Titel gewonnen hat und ligaweit zu den besten Spieler in der Crunchtime gezählt wird. Außerdem schwingt mit Doc Rivers einer der besten Coaches der Liga das Zepter und der weiß eine absolut geschlossenen Einheit hinter sich, die mittlerweile sogar Point Guard Rondo vom Teamgedanken überzeugt zu haben scheint.

Sollte sich bei den Boston Celtics also niemand verletzen, sehe ich sie klar als stärkstes Team der Division. Und Pausen werden sich die Männer in grün auch kaum nehmen, schließlich bedeutet ein Divisionssieg, dass man Meister Miami in den Playoffs so lange wie möglich aus dem Weg gehen kann. Auf Rang zwei sehe ich die Brooklyn Nets, die ihren Fans zum Einstand in der neuen Arena eine Playoffteilnahme schenken werden. Dahinter reihen sich die New York Knicks ein, für die es ebenfalls für eine Playoffteilnahme reichen wird, und Philadelphia wird mit Toronto um den vierten Platz kämpfen - mit dem besseren Ende für die aufstrebenden Raptors, die die Playoffs trotzdem verpassen werden.

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