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Datum: 14. Juli 2012, 18:47 Uhr
Format: Artikel
Quelle: dpa
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Diamond League: Christophe Lemaitre siegt über 200 Meter

Christophe Lemaitre,200 Meter,Sprint,Frankreich
Christophe Lemaitre gewann die 200 Meter unter 20 Sekunden

Vor Beginn der Olympischen Spiele hat Christophe Lemaitre einen 200 Meter langen Gruß nach Jamaika geschickt. Der Franzose lief bei der Diamond League unter 20 Sekunden und unterstrich seine Medaillen-Ambition. Linda Stahl haderte indes mit einem Kaffee.

Yohan Blake und Usain Bolt gehören bei den Olympischen Spielen 2012 in London zu den großen Favoriten über die 200 Meter. Doch auch Sprint-Europameister Christophe Lemaitre rechnet sich Chancen aus, über diese Distanz in den Kampf um die Medaillen eingreifen zu können.

Diese Einschätzung untermauerte der Franzose eindrucksvoll beim Diamond-League-Meeting der Leichtathleten in London. In exzellenten 19,91 Sekunden flitzte er die drittschnellste Zeit des Jahres. Nur die Jamaikaner Blake (19,80) und Bolt (19,83) waren bisher schneller.

"Natürlich bin ich glücklich. Ich wusste, dass ich unter 20 Sekunden laufen kann. Es aber zwei Wochen vor den Olympischen Spielen hier geschafft zu haben, ist sehr gut", freute sich Lemaitre. "Ich muss aber noch schneller wegen Bolt, Blake und den anderen Sprintern werden, wenn ich eine Olympia-Medaille gewinnen will." Zweiter wurde der Niederländer Churandy Martina in 19,95 Sekunden.

Favoritensturz über 100 Meter

Über 100 Meter der Frauen strauchelten dagegen die Favoritinnen. Unerwartet gewann die Nigerianerin Blessing Okagbare in 11,01 Sekunden vor Weltmeisterin Carmelita Jeter (USA), die 11,03 Sekunden brauchte. Nur den letzen Rang erreichte Olympiasiegerin Shelly-Ann Fraser-Pryce (Jamaika) mit 11,82 Sekunden.

Im Juni hatte sie in 10,70 Sekunden die Weltjahresbestzeit aufgestellt und war noch mehr als eine Sekunde schneller gewesen. Eine Schlappe erlebte auch Hürdensprint-Weltmeisterin Sally Pearson (Australien). Mit 12,59 Sekunden war sie zwei Hundertstelsekunden langsamer als Kellie Wells (USA).

Schuld war nur der Cappuccino

Im Speerwurf bekamen die beiden Leverkusener Starterinnen keinen Stich. Pech hatte die EM-Dritte Linda Stahl, der nach einem Cappuccino vor dem Wettkampf übel wurde und die passen musste. "Mein Kreislauf war total unten. Beim Einwerfen ging es nicht", sagte sie.

Katharina Molitor belegte mit 58,81 Metern den siebten und letzten Platz. Den Sieg holte sich die Britin Goldie Sayers mit 66,17 Metern. Olympiasiegerin und Weltrekordlerin Barbora Spotakowa (Tschechien) wurde mit 64,19 Metern Zweite. Für den einzigen deutschen Sieg hatte am ersten Meeting-Tag Stabhochspringer Björn Otto (Uerdingen/Dormagen) gesorgt. Der Vizeeuropameister siegte mit 5,74 Meter.

Kugelstoßer ohne Highlights

Furchterregend war es für den deutschen Weltmeister David Storl nicht, was seine Kugelstoß-Konkurrenten in London boten. Der US-Amerikaner Reese Hoffa, der 2012 schon 22 Meter stieß, kam nur auf eine Siegesweite von 21,34 Meter, Olympiasieger Tomas Majewski (Polen) wurde mit 21,28 Meter Zweiter.

Auf olympischen Goldkurs laufen Hürdensprinter Aries Merritt (USA/12,93 Sekunden) und 400-Meter-Hürdenläufer Javier Culson (Puerto Rico/47,80 Sekunden), die mit der Einstellung ihrer Weltjahresbestzeiten an Tag eins die Topleistungen zeigten. Dagegen wäre der Doppel-Weltmeister Tyson Gay (USA) gegen Usain Bolt und Company mit seinen 10,03 Sekunden nicht konkurrenzfähig.