Der DFB wird den Vertrag von Pressesprecher Harald Stenger, der während der EM 2012 zum "Daily Harry" wurde, nicht verlängern und benannte auch schon einen Nachfolger. Für Stenger kam die Entscheidung überraschend. Ein Grund ist bisher nicht bekannt.
Vom Freien Redakteur der Frankfurter Rundschau zu Abiturzeiten zum Pressesprecher des DFB im fortgeschrittenen Alter, die Karriere von Harald Stenger ging meist steil nach oben, doch nun steht der gebürtige Frankfurter zunächst ohne Job da. Der Deutsche Fußball-Bund wird den Vertrag von Stenger, der zuletzt während der Europameisterschaft alle Pressekonferenzen der Nationalmannschaft leitete, nicht verlängern.
Letzte Folge "Daily Harry" gegen Argentinien
Der DFB gab die Entscheidung in einer Presseerklärung bekannt und teilte zudem mit, dass der 61-Jährige beim anstehenden Freundschaftsspiel gegen Argentinien verabschiedet werden soll. Am Mittwoch der anstehenden Woche wird Stenger zum letzten Mal auf dem Podest der Pressekonferenz sitzen und die Journalisten der Reihe nach aufrufen, damit diese ihre Fragen stellen können.
Stenger wurde 2001 Direktor für Kommunikation beim DFB und damit Nachfolger von Wolfgang Niersbach, der geschäfstführender Vizepräsident und Pressechef des Organisationskomitees der WM 2006 wurde. Bis 2010 war er für die gesamte Pressearbeit des DFB zuständig gewesen, anschließend wurde sein Kompetenzbereich auf die Nationalmannschaft und die Pressearbeit im Rahmen der WM 2010 in Südafrika beschränkt. 2011 wurde Harald Stenger zum Pressesprecher der Nationalmannschaft ernannt und während der EM in Polen und der Ukraine oft "Daily Harry" genannt, da er täglich auf Pressekonferenzen des DFBs anwesend war.
Stenger "hätte gerne weitergemacht"
Die Nachfolge Stengers wird der 41-jährige Jens Grittner antreten, der zuvor Pressechef des Organisationskomitees der WM 2006 und der Frauen-WM 2011 war und seit 1999 beim DFB angestellt ist. Grittner sammelte zudem als Pressesprecher der U21-Nationalmannschaft Erfhraung, die er drei Jahre lang betreute.
Neben Harald Stenger wurde auch Manfred Drexler, der ebenfalls aus seinem Serviceamt scheiden wird, von Manager Oliver Bierhoff gewürdigt. Bierhoff bezeichnete sie als "tolle Persönlichkeiten, die sich um die Nationalmannschaft verdient gemacht haben. Beide stehen nicht nur für professionelles Arbeiten, sondern haben es auch verstanden, sich als wichtige Bezugspersonen für die Trainer und Spieler zu etablieren."
"Ich kann nur bestätigen, dass ich gerne weitergemacht hätte. Das wusste auch der DFB", zeigte sich Stenger gegenüber dem Radiosender hr3 enttäuscht. Er habe nicht mitbekommen, dass man mit seienr Arbeit unzufrieden sei. "Zumindest hat mir Oliver Bierhoff, als er mir die Entscheidung mitgeteilt hat, gesagt, dass die sportliche Leitung der Nationalmannschaft, die ja vom Bundestrainer Joachim Löw angeführt wird, mit meiner Arbeit immer sehr zufrieden war und ich mich stets loyal und korrekt verhalten habe", äußerte sich Stenger über die für ihn überraschende Entscheidung, deren Grund nicht bekannt ist.



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