DFB-Präsident Wolfgang Niersbach sieht bei Bundestrainer Joachim Löw nach dem bitteren EM-Aus keine Nachwirkungen mehr. "Löw ist selbstbewusst, ganz entschlossen, optimistisch, gut erholt. Er hat klare Vorstellungen, eine positive Ausstrahlung", erklärte Niersbach am Sonntag im Radio FFH. Der DFB-Chefcoach versammelt an diesem Montag die deutsche Fußball-Nationalmannschaft zur Vorbereitung auf das ersten Länderspiel der neuen Saison gegen Argentinien. "Enttäuschung gab es natürlich, aber zu keinem Zeitpunkt wollte Löw aufgeben", betonte Niersbach. Für Löw sei allerdings der Stimmungsumschwung in der Öffentlichkeit schwierig gewesen. "Plötzlich hieß es: Wo sind denn die Typen wie Effenberg und Mario Basler - also sorry, der Basler hat kein einziges EM- oder WM-Spiel über 90 Minuten gemacht. Das sind Plattitüden, die nicht stimmen", erklärte der Verbandschef und ergänzte: "In dieser aktuellen Mannschaft ist eine unglaubliche Disziplin, da braucht nicht der Trainer wie ein Feldwebel daherzukommen." "Das große Ziel ist jetzt Brasilien", sagte Niersbach vor dem ersten Saisontest am Mittwoch gegen den zweimaligen Weltmeister Argentinien und die am 7. November beginnende WM-Qualifikation. Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) geht die Aufgaben mit viel Optimismus an. Schon im Oktober werde Teammanager Oliver Bierhoff nach Argentinien reisen "und Ausschau nach dem Mannschaftsquartier halten", verriet der Präsident.
