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Von: Malte Asmus
Datum: 31. Oktober 2012, 22:19 Uhr
Format: Artikel
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DFB-Pokal: Bayern München nach 4:0-Sieg über Kaiserslautern im Achtelfinale

Fußball,Pizarro,Bayern
Claudio Pizarro bejubelt seine beiden Treffer

Um Kaiserslautern zu schlagen, genügte Bayern München auch die Reserve. Besonders hübsch sah das zwar lange nicht aus, brachte aber dem Stamm eine Verschnaufpause und dem Club den ungefährdeten Einzug ins Achtelfinale und sogar ein Tor nach einem Standard.

Claudio Pizarro (11./58.) und Arjen Robben (49./88.) mit seinen ersten Pflichtspieltreffer in dieser Saison sowie Ballbesitz jenseits der 70 Prozent-Marke brachten dem auf neun Positionen im Vergleich zur Bundesliga-Niederlage gegen Bayer Leverkusen veränderten FC Bayern einen souveränen 4:0-Sieg gegen den bis dato ungeschlagenen Zweitligisten 1. FC Kaiserslautern.

Rotation irritierte Bayern München nur kurz

Während Philipp Lahm und Bastian Schweinsteiger überhaupt nicht im Aufgebot standen, saßen Manuel Neuer, Dante, Mario Mandzukic, Thomas Müller und Toni Kroos nur auf der Reservebank. Stattdessen hütete Tom Starke das Tor, die Abwehrkette wurde von Rafinha, Javi Martinez, Jerome Boateng und Diego Contento gebildet. Das defensive Mittelfeld beackerten Emre Can und Antoliy Tymoshchuk, während Arjen Robben und David Alaba die Flügel besetzten und Xherdan Shaqiri zentral hinter der einzigen Sturmspitze Claudio Pizarro spielte. Zwar eine B-Elf, aber eine durchaus erstligareife.

Das Spiel war noch keine acht Minuten alt, da hätte sich die Experimentierfreude des druckvollen FC Bayern allerdings fast gerächt. Bei einem Konter legte Kaiserslautern die Abstimmungsprobleme in der natürlich in dieser Formation nicht eingespielten Hintermannschaft der Bayern offen. Konstantinos Fortunis hatte den Ball nach vorne gebracht, den freistehenden Mohamadou Idrissou bedient, der den Ball vom hingeeilten Rafinha bedrängt aber über das Tor bugsierte. Die gute Chance ließ die anfänglich sehr defensiven Gäste etwas mutiger werden. Doch den drohenden Zwergenaufstand schlug Bayern München just in dieser Phase mit dem 1:0 nieder.

Robben war mit einem langen Ball aus der eigenen Hälfte bedient worden, hatte unbedrängt Pizarro in den Lauf gespielt, der sich aus 13 Metern und spitzem Winkel mit rechts den Führungstreffer nicht entgehen ließ. Bayern dominierte Partie und Ballbesitz, leistete sich aber gelegentliche Unachtsamkeiten, die Lautern gefährlich werden ließ. So setzte sich Idrissou gegen Boateng durch, zog ab, scheiterte aber an einer starken Rettungstat von Starke, ein Distanzschuss von Steven Zellner touchierte den Außenpfosten. Da Bayern nur das Nötigste im Spiel nach vorne unternahm, bot sich die nächste richtige Torchance erst kurz vor der Halbzeit. Alaba scheiterte aber an Tobias Sippel.

In der zweiten Hälfte macht Bayern München alles klar

Der vereitelte auch die erste Bayern-Chance nach Wiederanpfiff durch Shaqiri, musste bei der Parade allerdings wenig Können zeigen. Keine Chance hatte Sippel kurz darauf, nachdem Leon Jessen per Kopf aus dem Strafraum direkt auf Pizarro geklärt hatte, dessen Kopfballvorlage Robben mit links wuchtig zum 2:0 verwertete. Das 3:0 nur neun Minuten später fiel dann sogar nach einem der zuletzt so heftig kritisierten Standards. Shaqiri hatte einen Freistoß von links in den Strafraum gebracht, wo Pizarro (58.) höher stieg als Marc Torrejon und den Ball per Kopf ins Netz beförderte.

Die souveräne Führung schien dem FC Bayern München nicht zu reichen. Vor allem Ersatzkapitän Robben trieb seine Mannen immer wieder zu Offensivaktionen an. Dadurch boten sich Kaiserslautern auch wieder Räume, die der Zweitligist immerhin zu einigen Distanzschüssen auf das Tor von Starke nutzen konnte. Angesichts des beruhigenden Vorsprungs schickte Jupp Heynckes dann Mitchell Weiser für den an der Schulter verletzten Rafinha zu seinem Pflichtspieldebüt auf den Platz.

Der hätte sich mit einer schönen Flanke fast sogar einen Assist verdient, wenn Shaqiri beim Abschluss nicht knapp im Abseits gestanden hätte. Kurz darauf war bei Robben alles regelkonform, als er nach Vorarbeit von Pizarro und ziemlich viel Hektik in der Lauterer Hintermannschaft am schnellsten schaltete und zum 4:0-Endstand vollendete.