Der DFB-Pokal hat dieses Jahr das große Favoritensterben in Runde eins erlebt. Die Auslosung der nächsten Runde Ende Oktober stellt weitere Überraschungen in Aussicht, während das Rheinderby als offizielles Highlight gefeiert wird.
Die erste Runde im DFB-Pokal hatte es in sich: Ganze sechs Bundesligisten verabschiedeten sich, der ein oder andere auch auf höchst blamable Art und Weise. Nun wurde im Anschluss an den ersten Bundesliga-Spieltag die zweite Pokal-Runde ausgelost und die hält einige interessante Partien bereit.
Rheinderby als Highlight
Über besondere Aufmerksamkeit dürfen sich Bundesliga-Rückkehrer Fortuna Düsseldorf und Borussia Mönchengladbach freuen. Im rheinischen Derby werden sich beide Teams im DFB-Pokal in der vorhersehbar ausverkauften ESPRIT Arena gegenüberstehen. An Brisanz dürfte das Spiel ob der Sicherheitsbestimmungen nach dem Relegationsspiel in Düsseldorf dazugewinnen, außerdem wurden zu dem Bundesliga-Aufeinandertreffen Anfang September weniger Zuschauer zugelassen, wodurch das Pokalmatch vielen als Wiedergutmachung dienen sollte.
Ein weiteres, heißes Pokal-Duell wird es in der Münchener Allianz Arena geben. Die Bayern empfangen Zweitligist 1. FC Kaiserslautern. Bereits in der Saisonvorbereitung spielten die Bayern gegen die Pfälzer und siegten knapp mit 3:2, allerdings auswärts. Die Bilanz spricht für Bayern: Im DFB-Pokal gab es bei acht Aufeinandertreffen erst eine Niederlage, zu Hause zwei Siege in zwei Spielen.
KSC und Münster dürfen hoffen
Die Underdogs der zweiten Runde dürfen mit etwas Glück und einer erneut couragierten Leistung sogar zum Teil auf den Einzug in die Runde der besten Sechzehn hoffen. HSV-Bezwinger Karlsruhe empfängt im eigenen Stadion das aktuelle Tabellenschlusslicht der zweiten Liga, den MSV Duisburg, der gerade Oliver Reck als Trainer entlassen hat. Letzte Saison gewann der KSC im eigenen Stadion mit 3:2 am ersten Spieltag - ein gutes Omen?
Auch Preußen Münster dürfte eine einfachere Auslosung als noch in der ersten DFB-Pokal-Runde bekommen haben. Zwar sprang für den Drittligisten, der Werder Bremen in die Schranken wies, erneut ein Bundesligist heraus, mit dem FC Augsburg jedoch einer, der eher gegen den Abstieg als um die internationalen Plätze spielen wird. Auf der Vereinshomepage des Außenseiters heißt es frohen Mutes: "Eine Aufgabe, die die Hoffnung nährt, vielleicht sogar in das Achtelfinale einziehen zu können."
Achtelfinale mit Regionalligisten?
Auch die Regionalligisten hoffen auf den Einzug ins Achtelfinale, denn sie empfangen allesamt "nur" Zweitligisten. Ist es für die Zuschauer nicht ganz so attraktiv wie beispielsweise Dortmund, Bayern oder Schalke, so dürften die Fans und Spieler mehr Hoffnung auf eine weitere Runde und die dadurch entstehenden Einnahmen haben. Während Hoffenheim-Bezwinger Berliner AK 07 die Münchner Löwen empfängt, wartet Wormatia Worms auf den 1. FC Köln. Den vermeintlich leichtesten Gegner hat TSV Havelse, die gegen den 1. FC Nürnberg gewonnen hatten. Zum 100-jährigen Jubiläum des Vereins gastiert der VfL Bochum und macht dem Viertligisten vielleicht ein Geschenk.
Die großen Teams haben alle machbare Aufgaben, denn außer dem Spitzenspiel in Düsseldorf gibt es keine reine Bundesliga-Begegnung. Vor allem Titelverteidiger Borussia Dortmund und der FC Schalke 04 bekamen lockere Pokal-Aufgaben. Der BVB muss gegen Zweitliga-Aufsteiger VfR Aalen antreten und Schalke empfängt mit dem SV Sandhausen ebenso einen Aufsteiger.
