Kurz nach EM-Ende kam es zu einer Diskussion um Spieler, die nicht die Hymne ihres Landes mitsingen würden. Nun hat DFB-Ehrenpräsident Gerhard Mayer-Vorfelder diese Diskussion neu entfacht. Auf bild.de erklärte er: "Die Italiener haben mit Inbrunst mitgesungen und auch mit der gleichen Leidenschaft für ihr Land gespielt. Und wir? Das sah fast schon beschämend aus." Auf die Frage nach dem jeweiligen Respekt für das Heimatland erklärte Mayer-Vorfelder: "Das glaubt doch kein Mensch, dass Khedira nicht mitsingt, weil er so einen großen Respekt vor Tunesien hat. Der Migrationshintergrund ist für mich keine ausreichende Begründung, stumm zu bleiben. Ich kann nicht für die DFB-Auswahl auflaufen und alle Vorteile einstreichen wollen, dann aber so tun, als wäre ich nur ein halber Deutscher." Weiter spricht er sich für eine Singpflicht aus: "Der Bundestrainer muss die Singpflicht durchsetzen. Notfalls in einem Vier-Augen-Gespräch. Er sagt immer, er könne sie nicht zwingen. Ich sage aber: Klar kann man die Spieler zwingen. Wenn sich einer der Spieler dann immer noch beharrlich weigert, dann wird er eben nicht mehr eingeladen. Und wenn Löw einem seiner Spieler sagt, dass er singen muss, weil er sonst nicht mehr nominiert wird, dann wird er ganz schnell springen."
