Thomas Berthold kritisiert Joachim Löw
Das bittere 4:4 der deutschen Nationalmannschaft liegt den Fußballfans noch schwer im Magen. Viel Kritik prasselt auf die Mannschaft ein - auch von Thomas Berthold. Als der Schlusspfiff im Berliner Olympiastadion ertönte, sah man eine ziemlich zerknirschte deutsche Nationalmannschaft. Nach einer 4:0-Führung gab man das Heft des Handelns noch aus der Hand und kassierte binnen 30 Minuten noch vier Gegentreffer gegen Schweden. Ein Ding der Unmöglichkeit. Thomas Berthold, Weltmeister von 1990, findet klare Worte.
Kritik an DFB-Trainer Joachim Löw
Oftmals erlebt man es im Fußball, dass eine Mannschaft klar überlegen ist und verdient in Führung geht. Dass so ein klares 4:0 doch noch verspielt wird, ist eine Seltenheit und dürfe nicht passieren: "Unabhängig von der Möglichkeit, eingreifen zu können oder zu müssen: So ein Spiel muss man nach Hause bringen. Das steht außer Frage", stellt Thomas Berthold bei Sport1 klar. Allerdings ernten nicht nur die Spieler Kritik, auch Joachim Löw muss sich unbequemen Fragen stellen. "Im Nachhinein sind wir alle schlauer. Aber man kann sich natürlich auch die Frage stellen, warum bei den Auswechslungen nicht zwei defensive Spieler ins Spiel gebracht wurden. Um einfach kompakter zu sein, um den Sack zuzumachen", kritisiert Berthold den Bundestrainer. Das Trauma Italien, Deutschlands Angstgegner, scheint den Spielern immer noch in den Köpfen zu hängen. Zumindest, wenn man Berthold fragt. "Wir werden uns als Gruppenerster für die Weltmeisterschaft in Brasilien qualifizieren. Allerdings meine ich, dass das Ausscheiden im Halbfinale gegen Italien bei der Europameisterschaft Spuren hinterlassen hat."