Die deutsche Handball-Nationalmannschaft hat bei der WM in Spanien durch einen 29:21-Sieg über Montenegro das Achtelfinale erreicht. Mit einem Sieg im letzten Vorrundenspiel gegen Frankreich wäre das DHB-Team sogar Gruppen-Erster.
Die deutsche Mannschaft hatte durch Michael Haaß den besseren Start in die Partie, doch Steffen Weinhold sorgte mit zwei Ballverlusten dafür, dass Montenegro 2:1 in Führung ging. Beide Teams leisteten sich in der Anfangsphase einige unnötige Ballverluste und so konnte sich keine Mannschaft absetzen. Nach elf Minuten stand es 4:4.
Bekam Silvio Heinevetter zu Beginn einige Male die Hand an den Ball, musste er in der Folge doch wieder beinahe jeden Wurf reinlassen. Patrick Wiencek sorgte mit drei Toren in Folge dafür, dass das DHB-Team einigermaßen im Spiel blieb. Erst nach etwa 20 Minuten bekam die deutsche Mannschaft die Partie besser in den Griff und konnte ihre große Stärke, den Tempogegenstoß, mehrmals erfolgreich abschließen und mit vier Toren in Führung gehen.
Knappe Führung zur Halbzeit
Der Vorsprung wurde jedoch schnell durch Ballverluste in der Offensive hergegeben und so hieß es zur Halbzeit nur 13:11 für die deutsche Mannschaft. Auch nach der Pause machten einige Fehler und leicht vergebene Würfe der deutschen Mannschaft zu schaffen, was Montenegro nach vier Minuten zum 13:13-Ausgleich nutzte.
Ausgerechnet eine zweiminütige Unterzahl brachte die deutsche Mannschaft wieder ins Spiel und sie konnte durch konzentrierte Abwehrarbeit einige Bälle erobern und wieder mit vier Toren in Führung gehen. Tor um Tor baute das DHB-Team seine Führung gegen eine nun komplett auseinanderbrechende montenegrinische Mannschaft aus.
Montenegro lange ohne Torerfolg
Beinahe zwölf Minuten blieb Montenegro ohne einen eigenen Torerfolg, sodass das Team von Bundestrainer Martin Heuberger seine Führung bis zur 45. Minute auf 21:15 vergrößern konnte. Das Spiel war nun praktisch entschieden und so bekamen nun auch Spieler aus der zweiten Reihe mehr Einsatzzeiten. Selbst von erneuten Problemen mit der Uhr am Zeitnehmer-Tisch ließ sich die DHB-Auswahl nicht mehr beirren und verteidigte ihre Führung.
Vor allem Heinevetter zeigte nun, dass er an guten Tagen Weltklasse ist und wehrte einige schwere Bälle ab. So stand am Ende ein souveräner 29:21-Sieg für die deutsche Mannschaft zu Buche, die mit einem Erfolg im letzten Gruppenspiel gegen Frankreich sogar Gruppen-Erster werden könnte. Träumen darf man ja.
