Der deutsche Richter Joachim Eckert und der amerikanische Staatsanwalt Michael Garcia sollen in der FIFA den Kampf gegen die Korruption voranbringen. Die beiden Juristen wurden vom Exekutivkomitee des schwer angeschlagenen Fußball-Weltverbandes (FIFA) zu Vorsitzenden der zwei Kammern der neuen Ethikkommission ernannt. "Der Reformprozess läuft gemäß unseres Fahrplans", sagte der umstrittene FIFA-Präsident Joseph Blatter. Der 64 Jahre alte Eckert leitet die 6. Strafkammer des Landgerichts München und ist dort auf Wirtschaftsverfahren spezialisiert. Er soll in einer juristisch ähnlichen Konstruktion wie beim Deutschen Fußball-Bund (DFB) ein Sportgericht der FIFA leiten. Garcia arbeitet in den USA als Ankläger und war in dieser Funktion unter anderem auch im Doping-Prozess gegen die frühere Sprint-Olympiasiegerin Marion Jones tätig. Er soll in der Ethikkommission einer Art Kontrollausschuss vorsitzen.
