Mit Frankfurt und Düsseldorf mischen zwei Aufsteiger die Bundesliga auf, stattdessen steht der VfL Wolfsburg auf Rang 16. Nur eine Momentaufnahme? So wird in Wolfsburg gedacht, sportal.de kennt aber die Gründe, warum der Abstiegskampf tatsächlich begonnen hat.
Vorläufiger Höhepunkt der Wolfsburger Krise war die 0:2-Heimniederlage gegen den FSV Mainz, die Wolfsburger Fans warten in dieser Saison immer noch auf den ersten Heimerfolg. Ähnlich alarmierend ist das Torverhältnis von 2:10, trotz millionenschwerer Investitionen stimmt es noch in keinem Mannschaftsteil. Zumindest die nächsten Aufgaben lassen ein wenig Optimismus zu, nach dem schweren Auswärtsspiel auf Schalke warten mit Freiburg, Düsseldorf und Nürnberg drei Clubs, die für Wolfsburg in die Kategorie "schlagbar" gehören. Aber das dachten die Wölfe von Mainz auch.
1. Die Selbstwahrnehmung in Wolfsburg
Auch zum frühen Zeitpunkt des sechsten Spieltags kann Abstiegskampf beginnen. In Augsburg, Fürth oder Freiburg ist diese Erkenntnis nicht neu und deshalb schon fest im Denken der Spieler verankert, in Wolfsburg sucht man diesen Spiegel des eigenen Leistungsvermögens derzeit noch vergeblich - was schnell zu einer Verschlimmerung der Situation führen kann.
"Ich mache mir keine Sorgen. Wir haben verloren, aber trotzdem gut gespielt", sagte Abwehrspieler Naldo nach der Mainz-Pleite laut waz-online.de. "Wir dürfen jetzt auf Schalke nicht wieder so einen Mist spielen wie in München. Wenn wir dort siegen, sind wir wieder da." Und auch Diego glaubt an einen Erfolg bei den Knappen: "Wenn man gegen solche starken Mannschaften spielt, ist die Konzentration automatisch höher."
Trainer Magath sprach ebenfalls vom "besten Saisonspiel" gegen Mainz, was mit statistischen Daten wie Ecken (11:2), Torschüssen (19:6) oder Flanken (31:3/Quelle: bundesliga.de) durchaus zu belegen ist. Doch den Wolfsburgern fehlte es an Effizienz und einem genauen Plan, die Einzelkritiken von sportal.de verraten das tatsächliche Leistungsvermögen des VfL.
2. Die Wolfsburger Offensive
Zehn Gegentore sind für einen selbsternannten Europa League-Kandidaten zu viel, aber wenn wir das Spiel gegen Hannover 96 (0:4) ausklammern und berücksichtigen, dass der FC Bayern (0:3) derzeit kaum zu schlagen ist, hat sich die Wolfsburger Defensive mit den Neuzugängen Naldo und Emanuel Pogatetz bereits gefunden.
Ganz anders sieht das im Spiel nach vorne aus, wo bei den Wölfen bis zum sechsten Spieltag noch kein klarer Plan zu erkennen ist. Das fängt mit der Besetzung im defensiven Mittelfeld an, wo Magath fünf verschiedene Duos ausprobiert hat, Kontinuität kann so nicht entstehen.





