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Datum: 10. Mai 2011, 23:29 Uhr
Format: Artikel
Diskussion: 61 Kommentare
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Der HSV und seine Fans: Eine gefährliche Mischung

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Ist Carl Edgar Jarchow der richtige Mann für den Neuanfang beim HSV?

Beim HSV stehen die Zeichen auf Neuanfang. Mit Trainer, Sportchef und Vorstandsboss wurden die wichtigen Posten neu besetzt und eine verjüngte Mannschaft soll für neue Identifikation sorgen. Doch an der Basis ist von Aufbruchstimmung wenig zu spüren. sportal.de ist auf eine explosive Mischung gestoßen.

Die Reise in das Innerste des Hamburger SV beginnt in einer Zeit, als die große Sehnsucht nach einem Titel mit noch drei Chancen kurz vor der Befriedigung stand und in der totalen Leere endete. Nicht nur HSV-Anhänger - und diese wohl sehr schmerzlich - werden sich noch an die vier Spiele innerhalb von 19 Tagen gegen Werder Bremen erinnern. Der Erzrivale sorgte für das Aus im DFB- und UEFA-Pokal und beendete am 31. Spieltag auch die Ambitionen im Titelrennen der Bundesliga.

Dieses Trauma scheint der Startpunkt für zwei Jahre gewesen zu sein, in denen es sportlich stetig bergab ging und in der Außendarstellung kaum ein schlechteres Bild hätte abgegeben werden können. Nach Martin Jol gab es mit Bruno Labbadia, Ricardo Moniz, Armin Veh und Michael Oenning vier Trainer. Bei der Suche eines neuen Sportdirektors gab es noch mehr Kandidaten, doch bis zur Ernennung von Frank Arnesen ("Praktikant" Bastian Reinhardt hatte nie wirklich eine Chance) vergingen fast zwei Jahre - inklusive nahezu öffentlich ausgetragener Vertragsverhandlungen.

Mittlerweile musste auch der umstrittene, aber gerade in finanziellen Dingen nicht unerfolgreiche, Bernd Hoffmann samt Vorstandskollegin Katja Kraus das Feld räumen. Mit Carl Edgar Jarchow berief der Aufsichtsrat eine Interimslösung zum neuen Vorstandsvorsitzenden, mittlerweile mehren sich die Anhaltspunkte, dass Jarchow zur Dauerlösung werden könnte.

Wären da nicht die sportlich ernüchternden letzten Wochen, so könnte der Eindruck gewonnen werden, der HSV befindet sich auf dem Weg in ruhigeres Fahrwasser. Oenning, Arnesen, Jarchow - mit diesem Trio an der Spitze soll ein Imagewandel vollzogen werden. In der Hamburger Medienlandschaft gibt es derzeit keine Widerstände. Doch sportal.de ist auf eine explosive Mischung an der Basis gestoßen, die so gar nicht nach Aufbruchstimmung klingen will:

Die besondere Struktur beim HSV

Seit den Demonstrationen gegen Uli Hoeneß um eine Verpflichtung von Manuel Neuer beim FC Bayern ist in Deutschland eine Diskussion entbrannt, wie viel Macht Fans in Bundesligavereinen haben dürfen. In Hamburg hat das Thema eine besondere Brisanz, denn nirgendwo wird ein Verein so basisdemokratisch geführt.

Seit 18 Jahren gibt es beim HSV den Supporters Club, der die Interessen der Fans vertreten soll. Der SC ist eine eigenständige Abteilung innerhalb des Vereins und hat jeweils einen Vertreter in Vorstand und Aufsichtsrat. Als Mitglied des Supporters Club ist man gleichzeitig auch Mitglied im Hamburger Sport-Verein und kann an den Wahlen des Aufsichtsrates teilnehmen - die Macht könnte demnach kaum größer sein.

Doch, kann sie. Denn im Januar wurden mit Ex-Präsident Jürgen Hunke, Manfred Ertel, Marek Erhardt und Hans-Ulrich Klüver vier neue Mitglieder in den Aufsichtsrat gewählt, die einerseits gegen den damaligen Vorstandsboss Hoffmann opportunierten und denen eine Nähe zum SC beziehungsweise der nahe stehenden Ultra-Vereinigung Chosen Few nachgesagt wird.

Das klingt doch erst mal gut und im Sinne der Fans und Mitglieder - könnte man meinen. Doch wirklich demokratisch kann eine solche Vereinigung gar nicht sein, dafür existieren zu viele Strömungen innerhalb einer Anhängerschaft und bei Abstimmungen können niemals alle Mitglieder anwesend sein. An der Person Bernd Hoffmann ist gut zu erkennen, wie gespalten die Fans beim HSV sind. Galt er früher als Sündenbock, so wird in bekannten HSV-Foren immer deutlicher, wie sehr seine Arbeit dann doch geschätzt wurde.

Nach der Aufsichtsratswahl im Januar war klar, dass eine Kampfabstimmung über eine Vertragsverlängerung Hoffmanns nicht zu seinen Gunsten ausgehen kann. Nach sportal.de-Informationen wurde besagte Wahl von der Contra-Hoffmann-Seite künstlich in die Länge gezogen, damit unbekannte Stimmberechtigte vorzeitig nach Hause gehen und die Wahl des Quartetts nicht "gefährdet" werden konnte.

Ein Rat mit Schwächen in der Aufsichtspflicht

Das Kontrollgremium des HSV besteht aus zwölf Mitgliedern, acht werden direkt gewählt und vier werden von den jeweils wichtigsten Abteilungen im Verein entsandt. Die Aufgabe des Aufsichtsrats ist vor allem die Bestellung und Abberufung des Vorstands und die Kontrolle der Geschäftsführung.

Geprägt ist das Gremium allerdings von fußballerischer Ahnungslosigkeit, vom Willen, möglichst aktiv in das Wohl und Wehe des Vereins eingreifen zu wollen und von der Lust, ins mediale Rampenlicht zu treten. So sind die Gründe für die beispiellose Sportdirektor-Suche vor allem innerhalb des Aufsichtsrats zu finden, als Krönung gilt die Veröffentlichung von Matthias Sammers Namen, der auch wegen dieser Indiskretion das Handtuch warf.

Somit musste sich Hoffmann - mit bekanntlich nur mäßigem Erfolg - neben den wirtschaftlichen auch um die sportlichen Belange kümmern. Auch hier regte sich Widerstand an der Basis, die nicht im Supporters Club organisierten Fans forderten eine Verkleinerung des Aufsichtsrats und eine Erhöhung der sportlichen Kompetenz.

Demokratisch geht anders

Mittlerweile hat sich diese Gruppe sogar organisiert und die "Initiative Pro HSV" gegründet. Die Initiative hat sich zur Aufgabe gemacht, für mehr demokratische Strukturen die Briefwahl einführen und den Aufsichtsrat verkleinern zu wollen. Laut HSV-Satzung müssen zehn Prozent der derzeit etwas über 70.000 Mitglieder einen Antrag unterschreiben, um den Aufsichtsrat abberufen zu können. Die Initiative scheiterte zwar an dieser Hürde, doch Unterschriften von knapp 5000 Mitgliedern sind eine nicht zu unterschätzende Größe.

Im Supporters Club, der sich als Fanvertretung versteht, hat die Initiative nach sportal.de-Informationen keine Unterstützung gefunden - eine Verkleinerung des Aufsichtsrats oder eine direkte Wahlmöglichkeit aller Mitglieder wäre auch nicht im Sinne des SC.

Doch auch von Seiten des Vereins wurde einiges unternommen, um kritischen Fans keine zu große Plattform zu bieten. So wurde Teilnehmern im HSV-Forum mit einer Klage gedroht und ein kritischer Thread (der sich mit der Rolle von Jürgen Hunke beschäftigte) nach Recherchen von sportal.de komplett gelöscht. Es wurde auch über eine Klarnamen-Pflicht im Forum nachgedacht. Mittlerweile tummeln sich die Fans in anderen Foren.

Und dann ist da noch die Absetzung eines für den kommenden Sommers geplanten Testspiels gegen Red Bull Salzburg. Kurz nachdem sich Chosen Few gegen das Spiel ausgesprochen hatte ("Wir waren erschrocken, dass unser HSV als einer der Traditionsvereine des Landes einer Firma eine Plattform bieten wollte, die den Fußball als Ware und Marketinginstrument betrachtet."), gab der Verein die Absage bekannt. Ein Schelm, der Böses dabei denkt?

Wie geht es weiter?

Welche Auswirkungen die Stimmung an der Basis für die HSV-Zukunft haben kann, ist derzeit noch nicht abzusehen. Fakt ist, die Stimmung ist bei weitem nicht so gut, wie es derzeit gerne dargestellt wird. Frank Arnesen gilt als Hoffnungsträger, Oenning wird dagegen eher kritisch beäugt und bei Jarchow gibt es viele kritische Stimmen.

Der FDP-Politiker trägt als langjähriger Fan zwar die Raute im Herzen, doch anders als bei Hoffmann fehlt nicht nur die sportliche, sondern auch die betriebswirtschaftliche Kompetenz. Von Seiten der unabhängigen Fans wird Jarchow vorgeworfen, sich zu sehr in der Öffentlichkeit zu platzieren und sich mit der frühzeitigen Festlegung auf Oenning als Trainer in sportliche Belange von Arnesen eingemischt zu haben.

Mit seiner Hoffnung, in der kommenden Saison um Platz sechs spielen zu können, hat Jarchow nach Meinung von sportal.de den angestrebten Neuanfang schon mal ein wenig torpediert. Der HSV scheiterte in den vergangenen Jahren auch regelmäßig an der eigenen Erwartungshaltung. Und wenn Oenning mit jungen Spielern einen Imagewandel vollziehen soll, wäre Zeit sein bester Freund. Aber ist das bei diesen Strukturen überhaupt möglich?

Fazit

Sportlicher Erfolg ist bei allen Vereinen der Schlüssel zu Ruhe und Identifikation innerhalb der Anhängerschaft. Doch der ist trotz Umbruchs mit dem aktuellen Kader und vor allem wegen der finanziellen Lage nur schwer vorstellbar. Das größere Problem ist aber der Egoismus in den verschiedenen Abteilungen. Aufsichtsrat, Vorstand und sogar die Fanvertretung sind an Veränderungen nicht interessiert. Dem HSV würde ein Facelifting in allen Bereichen gut zu Gesicht stehen.

Marcus Krämer

zu "Der HSV und seine Fans: Eine gefährliche Mischung"
61 Kommentare
Letzter Kommentar:
Holger schrieb am 14.05.2011 10:43
Sehr gute Zusammenfassung der aktuellen Situation bzw. der jüngsten Vergangenheit. AR auf 6 veringern, keine Abgesandten der Abteilungen und selbstverständlich die Einführung der demokratischen Briefwahl (Bundestag, Länderparlamente). Die über 70.000 Mitglieder, überwiegend nicht in Hamburg wohnhaft, können nicht in ausreichender Zahl an Versammlungen teilnehmen.
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