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Von: Gunnar Beuth
Datum: 19. Dezember 2012, 22:17 Uhr
Format: Artikel
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Der BVB besiegt Hannover 96 im Achtelfinale des DFB-Pokals

BVB,Borussia Dortmund,Jubel
Der BVB hatte wenig Probleme mit Hannover 96

Am Tag des Duells im DFB-Pokal gegen Hannover 96 feierte der BVB seinen 103. Geburtstag und war in Partylaune. Trotz des hohen Alters spielte der Jubilar erfrischenden und lebendigen Fußball, bekam viele Gastgeschenke und brannte beim 5:1 ein eigenes Feuerwerk ab.

Mario Götze (3./ 40./ 84.), Jakub Blaszczykowski (18.) sowie Robert Lewandowski (90.) sorgten für klare Verhältnisse im Signal Iduna Park. Hannover 96 war ab der ersten Spielminute restlos überfordert mit dem schnellen Spiel der Hausherren und musste sich schon zur Halbzeit damit auseinandersetzen, nur als Kanonenfutter für das Geburtstagskind zu dienen. Mame Diouf erzielte immerhin den Ehrentreffer (79.).

Sebastian Kehl fand an diesem Tag den Weg zurück in die Mannschaft, sollte mit seiner Erfahrung die Defensive stabilisieren. Bei Hannover 96 rückten Karim Haggui und Christian Pander in die Elf, Mirko Slomka nahm Konstantin Rausch sowie Jan Schlaudraff raus. Wechsel, die sich im Laufe des Spiels noch auswirken sollten.

Frühes Tor für den BVB - Mario Götze trifft

Hannover 96 war in der Vereinshistorie noch nie im DFB-Pokal - zwei Duelle - gegen den BVB ausgeschieden, das Spiel begann jedoch suboptimal. Nach einem hohen Ball von Kehl legte Kevin Großkreutz per Kopf in die Mitte, wo Lewandowski im Abseits stehend unterlief und Mario Götze am langen Pfosten einschob (3.). Nur zwei Minuten später vergab Lewandowski dreifach (6./ 7.).

Hannover hatte den ersten Gang gerade eingelegt, als der BVB schon auf vollen Touren agierend die Kombinationsmaschinerie angeworfen hatte. Gerade, als Hannover sich zu stabilisieren schien, schlug das Geburtstagskind erneut zu. Einen Pass in die Schnittstelle von Marco Reus erlief Kuba, der Ron-Robert Zieler anschoss und den Abpraller glücklich zum 2:0 ins Tor bugsierte (18.).

Mittlerweile waren auch die Fans wieder am Geschehen beteiligt und der Ehrentag der Borussen hatte sich schon nach 18 Minuten zu einem Fest gemausert. Hannover stand sehr tief, lief den ballführenden BVB-Spieler an, bekam aber immer wieder Probleme mit hohen Bällen in den Rücken der Defensive. Slomka reagierte, nahm den überforderten Pander raus, brachte Schlaudraff (30.).

Mirko Slomka muss umstellen

Die Taktik von Slomka war somit nicht aufgegangen und sein Team hatte kaum Ballbesitz in der Hälfte des BVB. Es war ein Spiel auf ein Tor, bei dem der Gastgeber dann von der Auswechslung Panders durch Slomka profitierte. Ersatzmann Schlaudraff sprang beim Freistoß von Götze in der Mauer hoch und der findige BVB-Regisseur schob den Ball flach neben den kurzen Pfosten zum 3:0 (39.).

Die Messe war gesungen und Schiedsrichter Felix Brych wäre durchaus dazu legitimiert gewesen, die zweiten 45 Minuten nicht mehr anzupfeifen. Die erste Chance für Hannover dann in der 49.Minute, als Diouf aus spitzem Winkel an Weidenfeller scheiterte. An einen ernsthaften Weckruf war in diesem Moment nicht zu denken.

Schaulaufen des BVB in der zweiten Hälfte

Welle um Welle schwappte auf Zieler zu, der zunehmen ob der desolaten Defensivleistung seiner Vorderleute verzweifelte. Das Ergebnis hätte zu diesem Zeitpunkt deutlich höher ausfallen können, doch erneut Lewandowski (58.) sowie Reus (60.) scheiterten. Der mögliche Pokalfight war zum Schaulaufen verkommen, natürlich zur Freude der BVB-Fans und Trainer Jürgen Klopp.

Der Einzug ins Viertelfinale war längst unter Dach und Fach. Dennoch agierte der BVB ein wenig zu sorglos und schenkte Hannover noch ein Erfolgserlebnis, als Diouf nach Fehler von Hummels und Flanke von Szabolcs Huszti per Kopf traf (79.). Klopp tobte, durfte sich aber kurze Zeit später über das 4:1 von Götze - nach Handspiel von Lewandowski -, das 5:1 durch Lewandowski (90.) sowie das Erreichen des Viertelfinals im DFB-Pokal freuen.