David Beckham will es noch einmal wissen und heuert für den Rest der Saison bei Paris St. Germain an. In einer Pressekonferenz verriet der Engländer die Gründe für den Wechsel und sorgte für ein Novum im Profi-Fußball: er will sein komplettes Gehalt spenden.
Paukenschlag in Paris: David Beckham ist der neueste Marketing-Coup des französischen Topklubs Paris St. Germain. Der 37 Jahre alte Ex-Kapitän der englischen Nationalmannschaft wurde am Donnerstag im Prinzenpark-Stadion offiziell als PSG-Neuzugang präsentiert und erhält einen Vertrag über fünf Monate bis zum Juni. Bei seiner Vorstellung in Frankreichs Hauptstadt kündigte Beckham an, dass er sein Gehalt einer karitativen Einrichtung für Kinder spenden wolle.
Der Vater von drei Söhnen und einer Tochter sei stolz, Kindern in schwierigen Situationen helfen zu können. "Wir haben mit PSG eine Vereinbarung getroffen, die einmalig ist", sagte er. Zuletzt hatte sich Beckham, der seit dem Abschluss seines Engagements bei Los Angeles Galaxy Ende Dezember vereinslos war, beim FC Arsenal fit gehalten.
"Es beeindruckt mich, was hier passiert"
"Ich habe sehr viele Angebote bekommen, mehr als jemals zuvor. Aber ich habe Paris gewählt, weil es mich beeindruckt, was hier gerade entsteht. Es ist eine tolle Stadt und ein großartiger Club, der in den nächsten Jahre viele Erfolge feiern wird", sagte Beckham, der bereits vor seiner offiziellen Präsentation am Flughafen von Dutzenden Journalisten empfangen worden war.
Beckham hatte seinen Vertrag beim MLS-Klub Los Angeles Galaxy nach sechs Spielzeiten, zwei Titeln, drei Finalteilnahmen, 115 Spielen, 18 Toren und 48 Vorlagen nicht verlängert. Sportlich betrachtet hätten die Franzosen keine Verstärkung nötig gehabt: Nach 22 Spieltagen führt PSG die Tabelle der Ligue 1 punktgleich vor Olympique Lyon (beide 45) an.
"Ich streite nicht mit Ibrahimovic um Freistöße"
Auf die Frage ob sich Becks mit Zlatan Ibrahimovic künftig um das Ausführen der Freistöße streiten wird, antwortete der Engländer mit einem Augenzwinkern: "Ibra ist größer als ich, also wird er das wohl machen", um dann zu relativieren, dass der schießen wird, der sich in dem Moment besser fühlt. Ein weiterer Grund für Beckham nach Paris zu gehen, ist Trainer Carlo Ancelotti, der für Beckham "einer der besten Trainer der Welt ist".
Nachdem ein Journalist dem Neuzugang die Frage stellte, wie er sich denn als "Opa der Liga" fühlen würde, antwortete Beckham bekannt höflich: "Ich kann den vielen jungen Spielern Tipps geben und ihnen helfen". Für den Fragesteller gab es noch einen kleinen Seitenhieb: "Aber danke, dass sie mich darauf hinweisen, dass ich der älteste Spieler bin!"
