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Das Stadion San Paolo und seine Fans: Eine Stadt, ein Team, eine Familie

Zu den Kommentaren6 Kommentare   |   Quelle: sportal.de
23. April 2015, 14:58 Uhr
San Paolo, SSC Neapel
Das San Paolo lädt zum Viertelfinal-Rückspiel

Wir schreiben den 22. November 2011. Es läuft die 18. Minute im Stadio San Paolo zu Neapel. Ezequiel Lavezzi legt sich den Ball zur Ecke zurecht. Einen Augenblick überlegt der Argentinier den Ball kurz abzuspielen, deutet die Bewegung aber nur an. Nochmal ein schneller Handgriff zur Kugel, Anlauf und das Leder segelt Richtung erster Pfosten.

Sekunden darauf gibt es im San Paolo kein Halten mehr. Aus dem Stadion und der ganzen Stadt ertönt ein Gebrüll, ein Urschrei, den Neapel so schon lange nicht mehr gehört hatte. Genauer gesagt, seit mehr als 20 Jahren.

Edinson Cavani hatte gerade zum 1:0 gegen Manchester City getroffen und damit Napoli in der Champions League willkommen geheißen. Sieben Kilometer entfernt, bei der Universität Neapels "Federico II", schlagen die Seismographen aus.

Der über die letzten Jahre aufgestauten Wut der Fans wird freien Lauf gelassen, gepaart mit tiefer, ehrlicher süditalienischer Freude. Die Insolvenz 2004, der Neustart in der dritten Liga und die andauernden rassistischen Anfeindungen gegen die Stadt und deren Bevölkerung - all dies scheint in den zwei Minuten nach dem Tor von der Seele gebrüllt zu werden und Neapel zu verlassen. Man ist wieder jemand auf der großen Bühne Europas.

Die ganze Stadt eine Mannschaft

Neapel hat nicht nur die einzige Fußballmannschaft, die in Süditalien größere Erfolge nachweisen kann. Sie hat dort auch die größte Fangemeinde. Doch die Fans in Neapel sind anders. Es ist keine "Echte Liebe" oder ein "Mia sein Mia" - Es ist beides. Es ist totale Hingabe zum Prunkstück der Stadt.

Es ist die absolute Verschmelzung der Bevölkerung mit den hellblauen Farben sowie die Identität einer krisengebeutelten Region und deren größter Stolz. Der ehemalige Inter-Co- und Chelsea-Trainer Andres Villas-Boas war vom San Paolo einfach nur beeindruckt: "Napoli ist nicht nur eine Fußball-Mannschaft, es ist der Gemütszustand einer ganzen Stadt."

Mit dieser Einstellung pilgern an jedem Wochenende 80.000 Menschen ins altehrwürdige Stadio San Paolo, um dort ihre Mannschaft bei einem Fußballspiel anzufeuern wie ein Vater seinen Sohn. Im Gegensatz zu Madrid oder Mailand, wo die Klubs zwei verschiedene Bevölkerungsschichten repräsentieren, gibt es in Neapel nur die eine Mannschaft, welche die Stadt für ein paar Stunden vereint. "Napoli bringt Menschen aus allen Gesellschaftsschichten zusammen, sei es aus den Nobelvierteln, sei es aus den Blockbauten. Napoli gehört allen Neapolitanern." So versuchte der Sportjournalist Mimmo Carratelli den symbolträchtigen Charakter der Partenopei zu beschreiben.

Verschmähung durch den Norden

Durch diese starke Identifikation der Bevölkerung wird die Mannschaft sehr oft auch Ziel rassistischer Ausschweifungen der Fans aus dem Norden Italiens. Die Fangemeinschaft von Napoli pflegt seit jeher Rivalitäten zu den großen Mannschaften aus Norditalien, die ihre Wurzeln kaum im Fußball haben und meist zum Politikum werden.

Vor allem die Fangemeinden von Juventus Turin und Inter Mailand fallen immer wieder mit beleidigenden Bannern und Chören auf, die sich direkt gegen die südliche Bevölkerung und Kultur richten. Allzu oft kommt es dadurch zu größeren Auseinandersetzungen und Tumulten, die den Calcio nach wie vor prägen.

Das Derby der Sonne

In den letzten Jahren hat sich eine besondere Feindschaft zu einem früheren Verbündeten entwickelt. In den Achtzigern pflegte man zur AS Rom eine Fanfreundschaft, die mehr als nur gegenseitigen Respekt bedeutete. Bei den Aufeinandertreffen der Mannschaften wurde die jeweils gegnerische Mannschaft angefeuert.



Die gegnerischen Ultrà wurden in die eigenen Fanblöcke eingeladen. Die Anführer der Fangruppierungen veranstalteten Märsche vor den Spielen, bei denen man gemeinsam durch das Stadion ging. Das "Derby del Sole" zwischen Napoli und der Roma war Sinnbild der Sportlichkeit und fußballerischen Brüderlichkeit. Man fühlte sich als Repräsentanten des vernachlässigten Südens, der so vereint miteinander auftrat.

Als Napoli gegen Mitte der 80er mit Diego Maradona zu einer der besten Mannschaften Italiens avancierte und schließlich 1985 Bruno Giordano vom Lokalrivalen Lazio Rom verpflichtete, begann die Stimmung zu kippen. In Rom konnte man nicht verdauen, dass sich der eigentlich "kleine Bruder" auf dem gleichen Niveau bewegte.

Am 25. Oktober 1987 kam es dann zum Bruch: Bei dem traditionellen Fahnentausch zwischen den Tifosi wurde der Napolifahnenträger von der Curva Sud im Stadio Olimpico in Rom beschimpft und mit Gegenständen beworfen. Ein Sakrileg in den Augen der leidenschaftlichen Napoli-Fans und der Auslöser für den tiefgründigen Hass.

Der Fall Esposito

Den traurigen Höhepunkt erreichte der Zwist schließlich im Mai 2014, als Napoli in Rom gegen den AC Florenz den italienischen Pokal holte. Vor der Partie kam es zu Auseinandersetzungen zwischen Roma-Fans und Napoli-Anhängern. Dabei wurde der angeblich unbeteiligte Neapolitaner Ciro Esposito durch einen Schuss von Roma-Hooligan-Anführer Daniele De Santis schwer verletzt und erlag 50 Tage später im Krankenhaus seinen Verletzungen.

Dabei kam auch ans Licht, welche Macht die Fans bei Napoli über die Geschicke ihrer Mannschaft haben. Kurz vor Anpfiff des Pokalfinals holte sich Gennaro De Tommaso, alias Genny a'Carogna, Kapitän Marek Hamsik zu sich. Das Spiel solle nicht angepfiffen werden, wenn es einen Toten gab. Als Hamsik ihm versicherte, dass sie niemals spielen würden, wäre der junge Mann gestorben, kam prompt die Antwort: "Wenn du uns belügst, kommen wir dich besuchen."

Eine typisch italienische Großfamilie

Wenn auch auf recht negative Art und Weise zeigt diese Aktion die Verbundenheit zwischen Fans und Spielern. Hamsik wurde nicht gezwungen mit De Tommaso zu sprechen. Es galt als selbstverständlich, dass er seinen Fans Rede und Antwort steht. Das Umfeld rund um den Klub interagiert wie eine italienische Großfamilie unter dem Patriarchat des gemeinen Neapolitaners. Die Fans stehen über der Mannschaft; ein Aspekt, der vom Klub selbst auch so inszeniert wird.

Diese gegenseitige Achtung spiegelt sich schließlich in den Heimspielen wieder. Die zahlreichen Fangruppierungen, aufgeteilt zwischen der folkloristischen Curva B und der militanten Curva A, erzeugen im San Paolo eine Atmosphäre, die es so oder so ähnlich nur in wenigen Stadien Europas gibt. Ohne Probleme kann man sich auf eine Stufe mit dem Westfalen-Stadion oder der Anfield Road stellen.

Als Manchester City an jenem Abend des "Erdbebens" im San Paolo 1:2 verlor, fühlten sich die Gäste aus England wie auf einem anderen Planeten. Allen voran Yaya Toure, der durch seine Aussagen zum Stadion mittlerweile einen festen Platz in den temperamentvollen Herzen der Süditaliener hat: "Am Morgen gingen wir ins San Paolo, um uns aufzuwärmen. Tevez hatte mir vom Stadion erzählt. Aber ich kannte schon das Camp Nou, daher dachte ich mir: ‚Was wird da schon groß sein.' Dennoch fühlte ich was Magisches, was komplett anderes, als ich das erste Mal einen Fuß auf das Spielfeld setzte. Am Abend dann, während die Champions-League-Hymne ertönte und uns 80.000 auspfiffen, wurde mir erst bewusst, in welchen Schlamassel wir da geraten waren. Ich hatte schon einige wichtige Spiele in meinem Leben gespielt, aber als ich dieses Gebrüll hörte, zitterten mir zum ersten Mal die Knie."

Der Genuss der Niederlage

Toure fand ein einprägsames Bild für die besondere Verbindung zwischen Anhängern und Spielern: "Mir wurde klar, dass Napoli für die Fans nicht nur eine Mannschaft ist; es ist blinde Hingabe, so wie die Liebe einer Mutter zu ihrem Kind." Eine Symbiose, die Toure beeindruckte: "Es war das einzige Mal in meiner Karriere, dass ich nach einer Niederlage auf dem Spielfeld geblieben bin, um dieses Spektakel zu genießen."

Wie bei jeder Familienzusammenkunft werden auch am Donnerstag alle dabei sein. Klein und Groß, Jung und Alt, Frau und Mann. 80.000 werden ins Stadion kommen, eine Million vor den Fernsehern sitzen und SSC Napoli mit voller Inbrunst unterstützen. Das Feuer der Neapolitaner wird lodern und ihre Mannschaft bis ans Maximum treiben. Die Spieler wissen, was sie an ihren Fans haben, und wollen sie, wie es von Kindern zu ihren Eltern so üblich ist, auf keinen Fall enttäuschen.

Autor: Andreas Inama 

zu "Das Stadion San Paolo und seine Fans: Eine Stadt, ein Team, eine Familie"
6 Kommentare
Letzter Kommentar:
darkydark schrieb am 23.04.2015 17:24
Moin Leute,

leider kommen aber heute Abend wohl nur 30.000 Fans...
Und auch nur dann, wenn die 10.000 Freikarten für "Kinder" überhaupt angenommen werden...
Aber ansonsten ein toller Artikel!
Greets
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