Der letzte back-to-back-Sieg der Dallas Mavericks lag einen Monat zurück, gegen die Memphis Grizzlies war damit kaum zu rechnen. Doch die Mavs siegten mit 104:83 und beendeten auch ihre Heimpleiten-Serie. Mark Cuban bekannte sich zu Dirk Nowitzki.
Nein, Dirk Nowitzki werde er auf keinen Fall abgeben, obwohl der Deutsche zuletzt in der Kritik stand, nachdem er bei den Niederlagen gegen New Orleans und Miami einige Freiwürfe in Schlüsselmomenten vergeben hatte.
Das hatte Teambesitzer Cuban bereits vor dem Spiel gegen die Memphis Grizzlies deutlich gemacht. "Ich habe Dirk das auch gesagt. Er war glaube ich happy", so Cuban laut espn.com. "Wir gehen hier durch dick und dünn, daher bleibt er. Egal, was noch passiert."
Die Rückendeckung schien Nowitzki sichtlich gut getan zu haben. Mit 17 Punkten war er hinter Shawn Marion, der auf eine Saisonbestleistung von 20 Zählern kam, zweitbester Dallas-Scorer. Chris Kaman steuerte 14, O.J. Mayo weitere elf Punkte gegen sein ehemaliges Team bei. Zudem netzte er alle seine Dreier ein und kommentierte zufrieden: "Das tut gut, bei einem Kantersieg mal wieder auf der anderen Seite zu stehen."
Grizzlies steckte kräftezehrende Partie des Vortags in den Knochen
Natürlich profitierten die Mavericks auch davon, dass Memphis noch am Vorabend gegen die San Antonio Spurs eine kraftraubende Overtime zu überstehen hatten. "Irgendwie waren wie heute nicht fokussiert und konzentriert", bemängelte Memphis-Coach Lionel Hollins laut AP.
"Es war klar, dass ihnen vom letzten Spiel gestern Abend ein wenig Energie fehlen würde - nach Verlängerung, sehr emotional, und all das. Wir mussten daraus einen Vorteil ziehen und das haben wir gemacht", sagte Dallas-Coach Rick Carlisle nach dem ersten Erfolg im American Airlines Center seit dem 18. Dezember und zuletzt vier Heimniederlagen in Folge.
Es war ein Spiel wie gemacht für die geschundenen Seelen der Texaner. Zwischenzeitlich hatten sie sogar eine 30 Punkte-Führung inne, zum ersten Mal in dieser Saison. Am Ende standen der 15. Sieg im 38. Saisonspiel und eine Erkenntnis: "Das sind die Spiele die wir brauchen", meinte Carlisle, fügte angesichts des derzeitigen zwölften Platzes in der Western Conference aber auch an: "Davon brauchen wir noch mehr, leider sind sie nicht immer so einfach zu bekommen."
