FC Barcelona-Legende Johan Cruyff glaubt, dass Real Madrids Jose Mourinho momentan den Preis für seine Methodik zahlt und bekräftigt, dass die Krankheit von Tito Vilanova die Katalanen nicht beeinflussen wird.
Die Königlichen strauchelten zuletzt in der Primera Division. Nach dem 16. Spieltag befand sich der Titelverteidiger mit 13 Punkten Rückstand auf die Erzrivalen aus Barcelona auf dem dritten Platz. Dies sei eine Konsequenz aus Mourinhos negativem Verhalten, kommentiert Cruyff gegenüber dem spanischen Radiosender Rac1: "Er glaubt, dass seine Art den Club zu führen, die richtige sei, und begründet dies mit seinen vergangenen Erfolgen, aber ich glaube, dass er da falsch liegt."
Eine Frage der Philosophie
Dies sei eine Folge der Philosophie des Portugiesen: "Dies wird immer passieren, wenn es deine Philosophie ist, große Namen zu verpflichten und mit diesen Verpflichtungen zu pokern." Die Barca-Legende glaubt, dass Fußballschulen wie La Masia der Schlüssel zum Erfolg sind: "Selbst ausgebildete Spieler haben mehr als nur einen Vertrag. Sie tragen den Club im Herzen. Transfers können gute Spieler an einen Verein binden, aber nicht für sehr lange. Die Vereine brauchen die Jugendförderung."
Kein Schaden durch Ausfall von Vilanova
Barcelona-Trainer Tito Vilanova musste sich am Donnerstag überraschender einer Operation zur Entfernung eines Tumors unterziehen. Cruyff sendet Genesungswünsche an die Familie und ist sich sicher, dass der Ausfall keine Auswirkungen auf die Mannschaft haben wird: "Sie sind jetzt noch enger vereint und wissen, was sie zu tun haben. Sie sind sehr erfahrene Fußballer und werden nun Gas geben." Assistenztrainer Jordi Roura, der Vilanova vertritt, genießt das Vertrauen des Niederländers: "Er kennt den Verein und ist nun schon einige Jahre bei uns. Warum sollte es mit ihm nicht gut laufen?" Erst im Februar werde es ernster. Diese schwierige Phase muss die Mannschaft mit Ruhe überstehen", so Cruyff.
Anni Pekie
