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Datum: 04. September 2012, 14:31 Uhr
Format: Artikel
Quelle: dpa/sportal.de
Diskussion: 15 Kommentare
 
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Cristiano Ronaldo ist unzufrieden: Die 5 Millionen Gründe des Real Madrid-Stars

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Cristiano Ronaldo ist bei Real Madrid unglücklich: Steckt das liebe Geld dahinter?

Cristiano Ronaldo hat bei Real Madrid großen Wirbel ausgelöst. Er sei nicht glücklich, ließ er verlauten und stellte das Jubeln ein. Die Presse stochert auf der Suche nach den Gründen im Nebel. Dabei hat Ronaldo 5 Millionen Gründe, warum er traurig sein könnte.

Cristiano Ronaldo von Real Madrid hat ein wahres Erdbeben in der Medienlandschaft ausgelöst. Gerade als Real Madrid den ersten Punktspielsieg eingefahren und nach seinem verpatzten Saisonstart die Gefahr einer Krise gebannt hatte, eröffnete der Portugiese das Störfeuer. "Ich bin nicht glücklich", sagte Cristiano Ronaldo vieldeutig.

Ronaldo folgt Mourinho, oder dem Geld

Der Superstar soll dem Real-Präsidenten Florentino Pérez gar mit einem Vereinswechsel gedroht haben. Hätte Ronaldo diese Drohung allerdings ernst gemeint, hätte der 27-Jährige sie nicht unmittelbar nach dem Abschluss der Transfer-Periode vorgebracht, sondern schon vor dem 31. August. Es deutet vielmehr alles darauf hin, dass Ronaldo mit seiner "Traurigkeit" eine bestimmte Taktik verfolgt. Aber was will er erreichen?

"Ronaldo verfolgt nun dieselbe Taktik wie sein Landsmann", schreibt die Zeitung "El País". Gemeint ist Trainer Real-Trainer José Mourinho. Der Portugiese hatte die Vereinsführung ebenfalls über die Presse unter Druck gesetzt und mit einer Rückkehr nach England geliebäugelt. Auf diese Weise erreichte Mourinho, dass Real seinen Gegenspieler Jorge Valdano als Generaldirektor entließ und ihm als Manager eine Machtfülle zugestand, wie sie bei Real noch nie ein Trainer besessen hat.

Will Ronaldo den "FC Cristiano"?

Ronaldo könnte es also um Macht und Anerkennung gehen. "Er will erreichen, dass die Mannschaft ihn als die unumstrittene Führerfigur anerkennt und sich dafür einsetzt, dass er zum Weltfußballer des Jahres gekrönt wird." Bei Real sind einige Schlüsselspieler wie die Welt- und Europameister Iker Casillas oder Sergio Ramos anscheinend nicht gewillt, Ronaldo eine uneingeschränkte Führungsposition einzuräumen und den Club zu einem "FC Cristiano" zu machen, wie "El País" schreibt.

In der Vergangenheit war schon häufiger zu angeblichen Grabenkämpfen im Real-Kader zwischen Spaniern und Portugiesen gekommen. So wurde zum Beispiel über einen Konflikt im Training zwischen Trainer Mourinho und den Spielern Iker Casillas und Sergio Ramos berichtet. Wahrscheinlicher ist aber, dass es wieder einmal um das liebe Geld geht. 

Ronaldos 5 Millionen Gründe der Traurigkeit

Bei Manchester United hatte Cristiano Ronaldo in sechs Jahren fünf Gehaltsaufbesserungen erhalten, bei Real noch keine. Nach Informationen der Zeitung "El Mundo" geht Ronaldos "Traurigkeit" jedoch nicht auf aktuelle Gehaltsforderungen zurück, sondern auf ein steuerliches Problem bei einer Verlängerung des 2015 auslaufenden Vertrags.

Derzeit zahle Real für das Gehalt des Portugiesen nach der sogenannten "Beckham-Regelung" einen ermäßigten Steuersatz von 24 Prozent, schreibt das Blatt. Von 2015 an werde der Spitzensteuersatz von 52 Prozent fällig. "Das macht einen Unterschied von fünf Millionen Euro aus und ist der Auslöser von Ronaldos Traurigkeit."

Presse überschüttet Ronaldo mit Häme

Nicht überall kommt die vermutete Geldgier des Portugiesen gut an. So titelte zum Beispiel die "El Mundo": "Die Prinzessin ist traurig". Auch "La Vanguardia" bezeichnete das Jammern des Portugiesen als "launisch und unangebracht". Die "Marca" titelte "Genug, ist genug" und "El Mundo" legte nach: "Reich, gut aussehend und traurig." Die Cluboberen wissen, warum er seine Tore nicht mehr feiert, sagte Ronaldo vieldeutig. Das will man hoffen, denn die Öffentlichkeit ist ratlos.

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15 Kommentare
Letzter Kommentar:
SGE schrieb am 06.09.2012 13:52
Lustig, wie sich manche Leute über die Messi-Ronaldo Diskussion aufregen und dann sofort selber teilnehmen.
Ich finde beide super und es sind die besten Fußballer der Welt. Auch wenn Iniesta aufgrund der Erfolge dieses Jahr den Titel viel mehr verdient hat und vor 2 Jahren hätte es eigentlich Xavi sein müssen!

Zum eigentlichen Thema: CR7 ist extrem von sich selbst überzeugt und macht daraus auch keinen Hehl. Kann er gerne machen, ich beurteile ihn nur als Fußballer. Nur muss er dann eben mit den Konsequenzen leben. Und die erste Konsequenz ist nun mal, dass er deshalb nicht beliebt ist! Wenn er daran was ändern will, muss er sich selbst ändern.

Balotelli kann ich eigentlich viel weniger leiden als CR7. Der hat aber wenigstens akzeptiert, dass ihn keiner mag, weil er ist, wie er ist. Obwohl er dann ganz gerne mit lächerlichen Rassismus-Vorwürfen kommt.
Am besten waren da Kahn und Effe! Gerade Kahn wusste, dass er mit seiner Art polarisiert. Aber anstatt das zu bejammern, hat er sich einfach damit abgefunden, gelassen die Bananen aus dem Strafraum geholt und dann die Gegner zur Verzweiflung getrieben und die Fans zum Jubeln gebracht. So wirds gemacht!
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