Sandro Cortese und Stefan Bradl haben den deutschen Motorrad-Fans auf dem Sachsenring eine tolle Show geboten. Cortese sorgte in der Moto3-Klasse für den ersten Heimsieg am Sachsenring nach 41 Jahren, Bradl wurde in der Königsklasse starker Fünfter.
Sandro Cortese hat 41 Jahre nach Dieter Braun wieder für einen Heimsieg eines deutschen Motorrad-Piloten auf dem Sachsenring gesorgt. Cortese raste in der Moto3-Klasse zum Sieg und übernahm wieder die Führung im Gesamtklassement.
Damit krönte Cortese die Show der beiden deutschen Vorzeigepiloten, nachdem Stefan Bradl zuvor in der MotoGP auf Rang fünf gefahren war und damit sein bislang bestes Ergebnis in der Königsklasse egalisiert hatte. Den Sieg in diesem Limit holte der Spanier Daniel Pedrosa. 81.360 Zuschauer wurden für ihr Ausharren bei teils widrigem Wetter belohnt.
Im Parc Fermé bekam sich Cortese vor Freude kaum noch ein, küsste leidenschaftlich seine erstmals zu einem Grand Prix mitgekommene Freundin Anna. Zuvor hatte er sich mit der deutschen Fahne im Arm von den Fans gebührend feiern lassen. Während der Nationalhymne platzte der Italo-Schwabe dann fast vor Stolz. Schließlich wird er nun in einem Atemzug mit Braun, Toni Mang oder Ralf Waldmann genannt, der 1997 auf dem Nürburgring letztmalig für einen deutschen WM-Heimsieg gesorgt hatte.
Von der Pole Position gestartet, war Cortese nach einem heftigen Gewitterguss sehr vorsichtig die knapp 100 Kilometer lange Rundenhatz angegangen. Nach zehn Runden hatte er bereits zehn Sekunden Rückstand auf die scheinbar uneinholbar davongefahrene Spitze. Doch plötzlich gab der Berkheimer Gas.
"Es war wichtig die Ruhe zu bewahren. Ich habe dem Motorrad vertraut. Ich habe einfach ein bisschen gebraucht, um mich ins Rennen reinzufahren. Ich denke, ich habe einfach bewiesen, dass ich nicht nur im Training schnell bin oder im Regen oder im Trockenen, sondern dass ich auch bei solchen Bedingungen extrem schnell bin", sagte Cortese und fügte hinzu: "Ich bin unvorstellbar glücklich. Ich kann das selbst noch gar nicht glauben. Ich bin so überglücklich."
Bradl überglücklich





