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Ligue 1Serie APrimera DivisionPremier LeagueErgebnisseLive-Ticker
Datum: 20. Juni 2013, 20:43 Uhr
Format: Artikel
Quelle: sportal.de
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Confed Cup: Tahitis Traum vom Tor gegen Weltmeister Spanien

tahiti, confed cup
Die Spieler von Tahiti bedanken sich bei den Zuschauern

Mit 1:6 verlor Tahiti gegen Nigeria und ging trotzdem als gefühlter Sieger vom Platz. Die "Amateurmannschaft" erzielte in ihrem ersten Länderspiel auf einem fremden Kontinent ein Tor und erreichte damit das selbstgesteckte Turnierziel. Nun wartet Weltmeister Spanien.

"Das hat es für unser Land noch nie gegeben. Ich bin sehr stolz darauf, dieses Tor geschossen und zusammen mit meinen Mannschaftskameraden Fußballgeschichte für Tahiti geschrieben zu haben", sagte Torschütze Jonathan Tehau gegenüber "fifa.com" nach seinem historischen Treffer in der Partie gegen Nigeria, in der das Endergebnis von Beginn an nur nebensächlich war.

"Wir haben uns in einer Weise präsentiert, die niemand von uns erwartet hätte", sagte Marama Vahirua, einziger Profi der Mannschaft, und ergänzte: "Wir haben uns teuer verkauft. Wir können stolz auf uns sein. Wir haben gezeigt, dass wir mithalten können. Vielleicht nur phasenweise, aber trotzdem." Das sahen auch die brasilianischen Zuschauer so und bejubelten den Außenseiter gegen Nigeria bei jeder gelungenen Aktion geradezu frenetisch.

Tahiti hofft auf spanische Zurückhaltung

Doch nun wartet mit Spanien der wohl härteste Gegner des Turniers. Sollte der amtierende Welt- und Europameister sein gesamtes Potential abrufen, scheint auch eine Niederlage im zweistelligen Bereich nicht ausgeschlossen. Trainer Eddy Etaeta hofft daher darauf, dass sich die Spanier am Donnerstag in Zurückhaltung üben. "Die Spanier sind ja nicht hierhergekommen, um uns zu demütigen", so der 43-Jährige.

 

Innerhalb der Mannschaft ist die Stimmung momentan euphorisch. "Das Tor von Jonathan war unerwartet und es gibt Hoffnung. Wir wissen, dass wir gegen Spanien vermutlich nicht die Sensation schaffen, aber ein Tor gegen Nigeria zu schießen, verleiht Flügel", erklärte Kapitän Nicolas Vallar. Und der Trainer geht sogar noch einen Schritt weiter und hofft auf ein weiteres Tor, was für ihn "das Größte" wäre. 

Dass die Spanier in ganz anderen Dimensionen denken, ist wenig überraschend. "Wir wollen den Confed Cup gewinnen, er fehlt uns noch", sagte Mittelfeldspieler Xavi nach dem 2:1-Sieg über Uruguay am vergangenen Sonntag. Und rein sportlich gesehen könnte der Weltmeister mit einem Sieg über die Tahiti den Halbfinaleinzug bereits perfekt machen. Sollte Uruguay später am Abend gegen Nigeria nicht über ein Remis hinauskommen, hätten die Spanier ihr Halbfinalticket bereits in der Tasche.

"Ich glaube, dass das Team den Druck bereits gewohnt ist und deshalb damit umgehen kann", erklärte Stürmer Roberto Soldado jüngst gegenüber der spanischen Zeitung "AS" im Hinblick auf Spaniens Rolle als Turnierfavorit. Und doch dürfte auch bei der Partie gegen Tahiti ein ganz spezieller Druck auf der Mannschaft lasten.

Lästige Pflichtaufgabe für Spanien

Denn den Weltmeister erwartet in Rio de Janeiro eine Pflichtaufgabe, bei der es eigentlich nichts zu gewinnen gibt. Paradoxerweise könnte ein zu dominanter Auftritt gegen den 187.000-Einwohner-Staat sogar negative Folgen haben. Dann drohen möglicherweise sogar Pfiffe der Zuschauer, wie sie zuletzt bereits die Nigerianer aufgrund ihrer teilweise arroganten Spielweise ertragen mussten.

Für die Spanier könnte das Motto der Partie also "Augen zu und durch" lauten. Der Fokus der Mannschaft dürfte sowieso bereits jetzt eher auf dem abschließenden Gruppenspiel gegen Nigeria und einem möglichen Halbfinale gegen Gastgeber Brasilien oder Italien liegen. Roberto Soldado blickt sogar noch ein Stück weiter nach vorne und stellt klar: "Es gibt nichts Größeres, als ein Finale im Maracana zu bestreiten."

Die voraussichtlichen Aufstellungen

Tahiti: Samin – Vallar, J. Tehau, Ludivion – Bourebare, Caroine – Aitamai, Vahirua, Chong Hue, Simon – A. Tehau

Spanien: Casillas – Arbeloa, Ramos, Pique, Alba – Busquets – Iniesta, Xavi – Pedro, Soldado, Fabregas


Autor: Ruben Zimmermann