Nachdem der FC Chelsea durch den 2:1-Sieg gegen Benfica Lissabon die Europa League gewonnen hatte, verlängerte der Klub doch noch den Vertrag von Ikone Frank Lampard um ein Jahr bis 2014. Der hofft nun auf eine Rückkehr von José Mourinho.
"José ist der beste Trainer unserer Vereinsgeschichte, und er hat die Einstellung des ganzen Klubs verändert. Er hat uns in ein Siegerteam verwandelt", schwärmte Lampard in englischen Medien.
Mourinho, aktuell noch Trainer von Real Madrid, gilt als Favorit auf die Nachfolge von Chelsea-Trainer Rafael Benitez, der den Klub im Sommer verlassen wird. Der Portugiese hatte auf einer Pressekonferenz Anfang Mai die Gerüchte angeheizt: "Ich weiß, dass ich in England geliebt werde. Ich weiß, dass ich von einigen Vereinen geliebt werde, ganz besonders von einem. Ich will dort sein, wo die Leute mich lieben."
Machtwechsel in der Premier League?
In der Liga glaubt Lampard ohnehin an einen Machtwechsel. Vor allem, da sich Meister Manchester United nach dem Abgang von Trainer Sir Alex Ferguson im Umbruch befindet. "Wir wollen an United vorbeiziehen. Es wird eine große Veränderung für sie sein, und ob sie damit klar kommen, bleibt abzuwarten. Ich glaube, wir sind stark genug, das zu schaffen", erklärte der Mittelfeldspieler.
Sollte es zu der Rückkehr Mourinhos nach London kommen, erhofft sich der 34-Jährige dafür einen zusätzlichen Schub: "Es wird die Fans und die Spieler anspornen. Die, die vorher noch nicht mit ihm gearbeitet haben, werden verstehen, dass er ihnen einen extra Schub gibt."
Bereits von 2004 bis 2007 hatte Mourinho die Blues trainiert und sie 2005 zu ihrer ersten Meisterschaft seit 50 Jahren geführt. Dem ließ er einen weiteren Meistertitel, sowie den Gewinn des FA Cups folgen. Nach Meinungsverschiedenheiten mit Klubbesitzer Roman Abramowitsch hatte Mourinho Chelsea im September 2007 verlassen. Sein Vertrag bei Real Madrid läuft noch bis Sommer 2016.
Adrian Bohrdt
