Für eine erfolgreiche Qualifikation in der Champions League braucht Borussia Mönchengladbach bei Dynamo Kiew schon fast ein Fußballwunder: 1:3 verloren die Borussen im Hinspiel. Nun müssen sie in der Ukraine mit mindestens drei Toren Unterschied gewinnen.
Wie groß war der Jubel noch vor wenigen Monaten: Platz vier in der Bundesliga und damit die Champions-League-Qualifikation. Nach dem Fast-Abstieg in der Vorsaison war das ein sensationeller Erfolg für Borussia Mönchengladbach. Stattdessen bleibt der Fohlen-Elf nun aller Voraussicht nach nur die Teilnahme an der Europa League.
Hanke: Bundesliga-Erfolg gibt Borussia Mönchengladbach Auftrieb
Das sehen jedoch nicht alle so. Gladbachs Stürmer Mike Hanke glaubt noch an den Erfolg in der Champions-League-Qualifikation. Er fühlt sich beflügelt vom 2:1-Erfolg zum Bundesligaauftakt gegen Hoffenheim: "Wir können mit einer breiten Brust in die Ukraine reisen", sagte Hanke der Westdeutschen Zeitung. "Sehr wenige erwarten von uns da noch was - das kann unsere Chance sein."
Vizepräsident Rainer Bonhof sieht ebenfalls noch Chancen: "Wir fliegen mit viel Zuversicht nach Kiew und wollen dort das Beste herausholen." Skeptischer zeigte sich Sportdirektor Max Eberl, aber auch er hat die Champions League offiziell noch nicht ganz abgehakt. "Wir werden versuchen, den Traum wahr zu machen", so Eberl diplomatisch.
Enttäuschendes Ergebnis im Hinspiel
Mit 20 Spielern ist Borussia Mönchengladbach am Dienstagmittag nach Kiew gereist. Um 18 Uhr Ortszeit beginnt das Abschlusstraining im Olympiastadion von Kiew. Um 20:45 Uhr deutscher Zeit ist dort am Mittwoch Anpfiff. Trainer Lucien Favre hat personell keine Ausfälle zu beklagen. Die zuletzt angeschlagenen Martin Stranzl und Álvaro Domínguez sind voraussichtlich rechtzeitig einsatzbereit. Auch der Gegner ist bestens in Form: Gegen Tschernomorez Odessa gewann Dynamo Kiew in der Liga mit 2:0. Trainer Juri Sjomin warnte jedoch vor den Angriffen der Borussia, die nichts mehr zu verlieren hat: Es werde eine komplizierte Partie. "Das Rückspiel wird kein Selbstläufer."
