Mit einer Torvorlage und dem entscheidenden Treffer war Arjen Robben im Champions-League-Finale der Mann des Spiels. In einem Interview mit SPOX sprach der Niederländer über den Druck vor dem Spiel, die Emotionen danach und ein Versprechen dem Henkelpott gegenüber.
"Es ist einfach unglaublich. Wir hatten diesen Traum und jetzt ist er endlich in Erfüllung gegangen", zeigte sich Robben erleichtert. Zuvor hat er mit dem FC Bayern drei Champions-League-Finals und mit den Niederlanden das WM-Finale 2010 verloren. 2012 verschoss er bei der Niederlage gegen den FC Chelsea gar einen Elfmeter.
Umso emotionaler war der erste Titel in der Königsklasse im vierten Anlauf für den Linksfuß: "Wenn man auf den Gipfel will, muss man auch mal eins gewinnen. Und dann kam der Abpfiff und man denkt: du bist Champions-League-Sieger. Das ist das Allergrößte!"
Robben zum Pokal: "Wir sehen uns später"
Dabei erwischte Gegner Borussia Dortmund den besseren Start ins Spiel, zudem sei der Druck auf seinem Team "immens" gewesen, so Robben: "Wir wollten diesen Loser-Stempel loswerden. Wir mussten unbedingt gewinnen. Unbedingt. Und Dortmund hat es am Anfang auch sehr gut gemacht. Erst nach einer halben Stunde waren wir besser im Spiel und ich denke, wir haben am Ende auch verdient gewonnen."
So konnte er ein Versprechen gegenüber der Champions-League-Trophäe einlösen. Vor der Partie habe sich Robben "den Champions-League-Pokal nur einmal kurz angeschaut und gedacht: 'Wir zwei sehen uns später'".
Nächsten Samstag könnte der Flügelspieler dann mit dem Pokalsieg gegen den VfB Stuttgart das Triple perfekt machen. Vom ausgiebigen Feiern des Champions-League-Titels werde ihn das Spiel jedoch nicht abhalten: "Glauben Sie wirklich, dass wir nächsten Samstag nicht fit genug sind, wenn wir jetzt drei Tage feiern?"
Martin Jahns
