Mesut Özil gilt als einer der wenigen Spieler im DFB-Kader, die nicht ersetzt werden können. Doch bisher erreichte der Madrilene noch nicht seine Bestform. Für Bundestrainer Joachim Löw ist eine "Explosion" Özils aber nur eine Frage der Zeit, auch die Anzeige wegen Rassismus im Internet soll Özil nicht ablenken.
Mesut Özil tauchte erst einmal ab. Der Bundestrainer gönnte seinem Zauberfuß vor dem in der Heimat schon heiß erwarteten EM-Viertelfinale gegen Griechenland einen Erholungs- und Regenerationstag weit weg von allen Diskussionen um den Star.
"Die große Explosion Özils kommt noch, ich spüre das", erklärte Joachim Löw im Brustton der Überzeugung. Mit einer über Twitter verbreiteten Internet-Hetze gegen den Liebling vieler deutscher Fans beschäftigte sich nur Mesuts Vater. "Es geht ja hier nicht allein um Mesut. Morgen ist es vielleicht Boateng, übermorgen Khedira, dann auch noch Gündogan und am Ende Podolski. Das geht doch nicht", sagte Mustafa Özil.
Während des letzten Gruppenspiels des DFB-Teams in Lviv gegen Dänemark war über einen anonymen Twitterkanal die Nachricht verbreitet worden: "Özil ist garantiert kein Deutscher! Ein Stück Papier ändert nicht die Abstammung." Nach rund 3000 Tweets und zahlreichen Protesten hatte Twitter das Profil geschlossen. "Bislang waren das nur Einzelfälle. Aber jeder Fall von Rassismus ist einer zu viel", sagte UEFA-Chef Michel Platini nach schon mehreren Vorkommnissen während der EM.
Özil: "Ich kann noch besser spielen"
Özils Management hat sich zu einer Anzeige gegen Unbekannt entschlossen, auch als Präventivmaßnahme. "Mesut ist in Deutschland geboren, hat mehr für Deutschland getan und auch für die Integration anderer Menschen als viele andere", betonte sein Vater.





