Wie kommen wir in den ersten Fünf Fragen der neuen Bundesliga-Saison bloß an Javi Martinez und den Bayern vorbei? Richtig, gar nicht. Dazu spekulieren wir, ob Borussia Dortmund eine Schraube locker hat und wer eigentlich die wahre Nummer eins im Norden ist.
Klopft Bayern München gegen den VfB Stuttgart ordentlich auf den Busch?
Zwei Dreier in Folge zum Saisonauftakt - eigentlich lächerlich. Barney Stinson würde jedenfalls in schallendes Gelächter ausbrechen. Solche Ausbeuten erzielt der schließlich an einem einzigen Wochenende. Umso erstaunlicher, dass ausgerechnet der FC Bayern München, der sich selbst sicher nicht für einen Ted Mosby-Typ hält - bereits seit der Saison 2007/08 auf so eine Serie wartet.
Während die Bayern seitdem maximal drei Punkte zum Auftakt einfahren konnten, schafften Hoffenheim, Hannover (je zwei Mal), Kaiserslautern, der HSV, Schalke und Wolfsburg schon die Maximalausbeute nach zwei Spieltagen. Nicht zu vergessen der FSV Mainz 05, dem das Kunststück ebenfalls zweimal gelang, und der zum Auftakt der Saison 2010/11 sogar sieben Spiele in Folge gewinnen konnte. Aber warum diese ganzen Loser und nicht der große FC Bayern?
Großen Worten müssen eben auch Taten folgen. Nur so kommt man schließlich auch zum erfolgreichen (Tor)-Schuss. "Vielleicht waren wir vergangene Saison auch mehrfach zu brav", zog Thomas Müller in Bild seine Lehren und da brav und nett ja bekanntlich die kleinen Brüder von Stoffwechselendprodukten sind, forderte er die Abkehr vom Blümchen-Fußball: "Weniger kuscheln, sondern mehr klopfen!"
Zur neuen Devise passt Neuzugang Javi Martinez, der kann laut Jupp Heynckes schließlich "auf dem Platz schon mal rustikal dazwischen hauen". Vielleicht wird er das für Bayern München schon gegen den VfB Stuttgart unter Beweis stellen dürfen. Ein Sieg an seinem 24. Geburtstag, der Heynckes die 100. Tabellenführung als Bundesligatrainer und Bayern das Ende der schwarzen Auftaktserie brächte. Was lange gärt, wird endlich gut! Das weiß man doch in Bayern.
Hat der BVB etwa eine Schraube locker?
Davon ist man in Dortmund relativ unbeeindruckt - von Bayern München im Allgemeinen und Javi Martinez im Speziellen. "Angst und bange wird uns nicht", kommentierte BVB-Coach Jürgen Klopp wie immer mega-cool und seinem Image angemessen super-locker. Aber dazu hat er natürlich auch allen Grund. Schließlich steht als nächster Gegner nur der 1. FC Nürnberg an.
Die haben zwar immerhin am ersten Spieltag den HSV geschlagen... aber gut, das kann ja sogar der Karlsruher SC. Von daher: Der Club ist wenig Respekt einflößend. Dazu trägt auch die persönliche Bilanz von Dieter Hecking als Club-Trainer in Bundesliga-Spielen gegen den BVB bei: Fünfmal angetreten, fünfmal abgefertigt. Aber nicht nur der Trainer, auch seine aktiven Spieler kennen Erfolge gegen den BVB aus Dortmund im Dress des 1. FC Nürnberg höchstens von der Playstation.





