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Datum: 19. Mai 2013, 11:02 Uhr
Format: Artikel
Quelle: sportal.de
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Bundesliga: Fans von Fortuna Düsseldorf randalieren - Club reagiert besonnen

Fortuna Düsseldorf,Fans,Randale
Nach dem Spiel kam es zu Ausschreitungen

Mit der Relegation hatte man bei Fortuna Düsseldorf gerechnet, der direkte Abstieg in die 2. Liga war allerdings ein Schock. Während die Führungsetage Ruhe bewahrt und keine Kurzschluss-Reaktionen produzieren will, rasteten einige Fans komplett aus.

0:3 hatte die Fortuna bei Hannover 96 verloren und war dabei an der eigenen Harmlosigkeit gescheitert. Einige gute Chancen hatte sich die Mannschaft von Trainer Norbert Meier herausgespielt, einzig die Verwertung dieser blieb mangelhaft. Nur drei Punkte aus den letzten zwölf Bundesliga-Spielen waren nicht genug, um das rettende Ufer zu erreichen.

Bitter natürlich, dass die komplette Konkurrenz punktete und der FC Augsburg sowie die TSG Hoffenheim noch vorbeizogen. Der Schock saß tief, nicht nur bei Spielern und Funktionären. Doch während die Zukunft von Meier in Ruhe besprochen werden soll, gab es nach dem Spiel Ausschreitungen auf den Straßen von Hannover.

Mehrere hundert Fans des Absteigers lieferten sich eine Straßenschlacht mit der Polizei - dabei gab es mehrere Verletzte. Wie die Polizei danach mitteilte, wurden bei den Auseinandersetzungen zehn Polizisten verletzt, zwei davon so schwer, dass sie ihren Dienst nicht fortsetzen konnten. 19 Anhänger der Düsseldorfer wurden festgenommen, gegen zwei von ihnen wurde Anzeige wegen Landfriedensbruch erstattet.

 

Peter Frymuth ohne Kurzschluss-Entscheidungen 

Besonnener reagierte Peter Frymuth auf die sportliche Talfahrt. "Bei mir schließe ich grundsätzlich Kurzschluss-Entscheidungen aus", sagte der Präsident der Fortuna und wollte seinem Trainer weder eine Job-Garantie geben, noch ihn direkt aus dem Amt werfen. "Ich habe noch nicht gesagt, wie wir in den nächsten Tagen vorgehen", hieß es weiter.

"Das hat überhaupt nichts mit personellen Entscheidungen zu tun. Denn wer uns kennt, wie wir in den letzten Jahren jede Saison reflektiert haben, da ging es immer um Inhalte. Wir haben immer Inhalte in den Vordergrund gestellt und immer darauf geachtet, dass wir all die Dinge, die wir falsch machen, nur einmal falsch machen."

Vor dem Saisonfinale war nicht mit einer derartigen Entwicklung gerechnet worden, deswegen gäbe es nun auch keinen Masterplan. "Diesen Ausgang hatte auf der Fahrt hierher keiner auf der Agenda. Jeder braucht jetzt erstmal zwei, drei Tage, um die Enttäuschung einfach mal sacken zu lassen. Dann werden wir sicherlich die Ärmel hochkrempeln."

Den BVB trifft keine Schuld

Frymuth gab sich direkt kämpferisch und gab direkt das Ziel aus, den Wiederaufstieg schaffen zu wollen. "Denn wer den Weg von der Regionalliga in die Bundesliga geschafft hat, der schafft mit kontinuerlichem Aufbau auch den Weg von der 2. Liga zurück in die erste." Zudem wollte er Borussia Dortmund keine Wettbewerbsverzerrung vorwerfen.

"Ich bin enttäuscht. Alles andere wäre mir zu pathetisch", sagte der Fortuna-Präsident. "Da habe ich auch in Aufstiegsfällen nicht zu geneigt. Ich mache Dortmund aber keinen Vorwurf. Ich denke, wir sollten bei der kritischen Rückbetrachtung nicht den 34. Spieltag als Grundlage nehmen. Wer am Ende Tabellenplatz 17 innehat, der hat den Klassenerhalt nicht verdient."