Die in diesem Jahr lange Sommerpause in der Bundesliga sorgt für Diskussionen. In einer Befragung der Nachrichtenagentur dpa sagte Heribert Bruchhagen, Vorstandschef von Aufsteiger Eintracht Frankfurt, die Sommerpause sei "katastrophal lang". Dieter Hecking, Trainer des 1. FC Nürnberg, meinte, im EM-Jahr 2012 ziehe sich die Unterbrechung von 111 Tagen zwischen dem letzten Spieltag der Vorsaison und dem ersten der 50. Spielzeit "wie ein Kaugummi". Im Kölner Stadt-Anzeiger erklärte Bayer Leverkusens Geschäftsführer Wolfgang Holzhäuser, ein Sommerloch von drei Monaten sei "eigentlich unverantwortlich". Bayern Münchens Vorstandsvorsitzender Karl-Heinz Rummenigge sieht in der langen Pause positive Effekte, speziell für die EM-Teilnehmer: "Die Zeit, die sie jetzt Urlaub haben, ist genau richtig. Dadurch, dass die Bundesliga so spät beginnt, hat der Trainer ausreichend Zeit, die Nationalspieler vorzubereiten." Hoffenheims Trainer und Manager Markus Babbel schlug vor, von März bis Dezember durchzuspielen. Andererseits warnte Babbel: "Ich wüsste nicht, wie sich die Nationalspieler ohne diese Pause regenerieren sollen. Diese Pause ist lebensnotwendig für die Spieler."
