Britta Steffen äußerte sich im Interview zu ihrem persönlichen Abschneiden bei Olympia und zum insgesamt enttäuschenden Abschneiden der deutschen Schwimmer in London. Über die 50 Meter Freistil konnte Steffen nur Platz vier erreichen. "Die Zeit war in Ordnung, ich wäre gerne schneller geschwommen, das will man immer. Ich hätte gerne nach Edelmetall gegriffen, aber es sollte heute auch nicht sein. Das bestimmte Quäntchen Glück ist uns in dieser Woche nicht hold." Dieser vierte Platz ist für Steffen hart, aber der Rücktritt ist dennoch noch kein Thema. "Ich würde lügen, wenn ich sagen würde, es stört mich nicht, klar stört es mich. Ich freue mich, dass die beiden Niederländerinnen auf dem Treppchen stehen können, sie haben es verdient. Jetzt gehe ich erstmal in den Urlaub, nicht so richtig wohlverdient, und entscheide dann dort, was ich zukünftig möchte." Über die enttäuschenden Leistungen der deutschen Schwimmer insgesamt konnte Steffen nicht viel sagen. "Wir hatten auch andere Systeme. Ich bin zum Beispiel ein Kind der Sportschul-Zeit. Heutzutage ist es ein bisschen schwieriger mit den Sportschulen. In Amerika ist man ein Held, wenn man im Sport gut ist, dann kann man sich sein Studium damit finanzieren. In Deutschland ist das nicht ganz so einfach. Man sollte vielleicht mit den ganzen Experten die Systeme analysieren. Aber ich bin nur ein dummes Sportlerchen an der Stelle, und will mich auch gar nicht aus dem Fenster hängen, weil mir das dann wieder eh nur wieder negativ ausgelegt wird."
