Paul Breitner bedankt sich bei Louis van Gaal
Paul Breitner hat den ehemaligen Trainer Louis van Gaal als Beginn der positiven Entwicklung beim FC Bayern München ausgemacht, die mit dem Erfolg in der Champions League ihren vorläufigen Höhepunkt gefunden hat. "Egal, wie schwierig, stur und kompliziert dieser Mensch bei uns war, das ist sein Verdienst. Van Gaal war derjenige, der das Spiel des FC Bayern von heute ins Leben gerufen hat", sagte Breitner der Münchner "Abendzeitung". Der Niederländer habe jedoch einen Fehler gemacht: "Er wollte die Ansätze seines Ballbesitz-Fußballs nicht weiterentwickeln, die Spieler nicht aus ihren starren Positionen herauslösen."
Heynckes ging den nächsten Schritt
Erst Jupp Heynckes sei schließlich den nächsten Schritt gegangen. "Es war Jupp, der eine Symbiose geschaffen hat zwischen dem Tiki-Taka des FC Barcelona und dem, was er bei Bayern vorfand. Er hat unser Spiel verdeutscht. Kraft, Höchstgeschwindigkeit, 90 Minuten Tempo, Variationen im System. Am Ende dieser Entwicklung steht der Pott", erklärte Breitner. Der 61-Jährige vertraut darauf, dass der neue FCB-Trainer Pep Guardiola an diesen Errungenschaften festhält: "Er soll ein hochintelligenter Mensch sein. Also wird er nicht kaputt machen, was erfolgreich gewesen ist. Daher glaube ich nicht, dass er den Barça-Stil bei uns reinbringen möchte, er wird nur ein wenig an den Schrauben drehen." Martin Grabmann