Hulks 1:2 in der Nachspielzeit des Finals gegen Mexiko hatte kurzzeitig doch noch einmal leise Hoffnungen auf das erste olympisches Gold bei Brasilien geweckt. Doch der Treffer kam zu spät. Statt des haushohen Favoriten bejubelte Mexiko den Olympiasieg und Oribe Peralta.
Jener Peralta war es nämlich, der seinem Land mit einem Doppelschlag den Weg zu Gold geebnet hatte. Zum ersten Mal hatte der 28-jährige Stürmer bereits nach 27 Sekunden zugeschlagen. Rafael hatte den Ball an Javier Aquino verloren. Er spitzelte weiter zu Peralta, der unhaltbar zum 1:0 einschoss.
Bei den geschockten Brasilianern lief in der Folge wenig zusammen. Fehlpässe und Missverständnisse reihten sich beständig aneinander, an einen konstruktiven Spielaufbau des Favoriten war somit natürlich nicht zu denken gewesen. Zumal Mexiko defensiv auch noch gut stand und so die wenigen im Ansatz gefährlichen Aktionen früh ersticken konnte.
Auch der Mitte der ersten Hälfte gekommene Hulk konnte daran wenig ändern, auch wenn das Angriffsspiel der Brasilianer durch seine Hereinnahme sichtlich belebt worden war und an Durchschlagskraft gewonnen hatte. Trotzdem kamen Neymar und Co. selten zu zwingenden Abschlüssen und mussten durch Peraltas zweiten Streich (75.) sogar noch das 0:2 hinnehmen. Per Kopf hatte er völlig freistehend einen von Marco Fabian getretenen Freistoß über die Linie bugsieren können.
Trotz der beruhigenden Führung verlegte sich Mexiko nicht aufs Mauern, sondern spielte weiter gefährlich nach vorne. Hinten standen sie trotzdem sicher - bis auf eine Ausnahme. Und die nutzte Hulk (90.) zum 1:2. Der bullige Stürmer war auf und davon gerannt und ließ dem Keeper der Mexikaner keine Chance. In der Nachspielzeit hätte Hulk fast noch für den spieldrehenden Assist gesorgt. Doch Oscar köpfte völlig freistehend neben das Tor und vergab die dicke Chance zum Ausgleich.
Brasiliens Hoffnungen auf Rio verschoben
Während die riesige Sensation und der größte Triumph der mexikanischen Fußballgeschichte damit feststand, zerplatzte im selben Moment der große brasilianische Traum auf das erste auf das allererste olympische Gold. Die Hoffnungen auf diesen Titel sind nun um vier weitere Jahren verschoben - auf Olympia 2016 in Rio. Im heimischen Maracana-Stadion bietet sich dann der Selecao die nächste Chance.
