Box-Weltmeister Wladimir Klitschko hat die Rolle seines amerikanischen Trainers Emanuel Steward relativiert und sich im wesentlichen als Autodidakten dargestellt. "Seit der Niederlage gegen Brewster bin ich ja mein eigener Trainer. Ich stelle mir mein Training selbst zusammen. Aus Erfahrung weiß ich genau, wann ich was und wie trainieren muss und wann Pausen nötig sind", sagte der 36 Jahre alte Schwergewichtler der Tageszeitung Die Welt. Die Selbstbestimmung mache ihm riesigen Spaß. "Mir kann keiner erzählen, was ich tun soll." Der IBF-, WBO- und WBA-Champion aus der Ukraine bezeichnet seine Zusammenarbeit mit dem renommierten Steward als "das perfekte Puzzle". "Er besitzt eine geniale Beobachtungsgabe, ist ein hervorragender Analytiker. Wir reden sehr viel miteinander, wobei es nicht nur ums Boxen geht", sagte der Ukrainer, der seine Titel an diesem Samstag (22.10 Uhr) in Bern gegen den Amerikaner Tony Thompson verteidigt. Steward kommt laut Klitschko "nur die letzten vier Wochen vor dem Kampf zur Taktikschulung und zum Feintuning".
