Obwohl die Gladbacher das Rückspiel der CL-Playoffs gegen Dynamo Kiew mit 2:1 gewinnen konnten, müssen sie sich mit der Europa League zufrieden geben. Zu hoch war die Hypothek aus dem Hinspiel, zu spät kam die Offensive der Fohlen ins Rollen.
Trotz des 2:1-Sieges in Kiew reicht es für die Mannschaft von Lucien Favre nicht für die Königsklasse. Das internationale Comeback nach 16 Jahren müssen die Gladbacher in der Europa League fortsetzen. Dabei waren sie in Kiew kurz davor die angestrebten drei Tore zu erzielen, um das Weiterkommen doch noch möglich zu machen.
Vor 66 862 Zuschauern im Olympiastadion von Kiew war die Borussia während der gesamten Partie aktiver als der Gegner, konnte die schlau verteidigenden Gastgeber aber nur selten in Verlegenheit bringen. Diese konnten sich dank ihrer 3:1-Führung aus dem Hinspiel auf die Abwehr konzentrieren und auf Konter lauern.
Mangelnde Durchschlagskraft in Halbzeit eins
Nur selten tauchte der Bundeligist so frei vor dem Tor von Maksym Koval auf, wie Patrick Hermann bereits in der zweiten Spielminute. Der junge Mittelfeldmann vergab die Großchance jedoch und so verpasste Gladbach den Blitzstart, den sich die Mannschaft fest vorgenommen hatte. "Ärgerlich, dass der nicht reingeht", fand auch der 21-Jährige.
In der Folgezeit hatten die Fohlen die Kontrolle über das Spiel und verzeichneten auch ein deutliches Mehr an Ballbesitz. Zu Hochkarätern kamen sie aber nur selten. Neuzugang Luuk de Jong schaffte es nicht sich gegen die Verteidigung der Gastgeber durchzusetzen und auch der zweite Stürmer in der Starelf der Fohlen, Mike Hanke, wirkte glücklos.
Arango nährt die Hoffnung
Für die Akzente in der Offensive sorgte Juan Arango. Der Linksfuß war es auch der die späte Zwei-Tore-Führung erzwang. Zuerst brachte er eine Flanke vor das Dynamo-Tor, die Yevhen Khacherid nur ins eigene Gehäuse abzulenken wusste (70.), dann besorgte er nach einer Ecke das 2:0 per Kopf (78.).
Plötzlich war das Wunder möglich und die Fohlen mobilisierten in der Schlussoffensive ihre letzten Kräfte. Auch das 2:1 durch Ideye Brown (89.) veränderte die Taktik der letzten Minuten nicht. In jedem Fall brauchte Gladbach noch ein drittes Tor, jetzt um in die Verlängerung zu kommen. Letztendlich reichte es für das Team von Favre nicht für einen weiteren Treffer. "Wir sind alle enttäuscht, denn in den letzten Minuten war mehr drin. Wir hätten in der ersten Halbzeit ein Tor gebraucht", sagte Marc-André ter Stegen nach der Partie
Der fehlende Treffer schlägt für die Borussia auch finanziell schwer zu Buche: Während die Champions-League-Teilnehmer 8,6 Millionen Euro Antrittsprämie kassieren, gibt es in der Europa League nur 1,3 Millionen zu verdienen.
