Die Real Madrid-Gala im Rücken, eine mit 34 Millionen Euro-Gewinn gefüllte Kasse und die Gewissheit, dass das sportliche Führungstriumvirat bis 2016 zusammen bleibt - bei Borussia Dortmund läuft es blendend. Allerdings - so Boss Watzke - auch dank ein bisschen Glück.
Vor dem DFB Pokalspiel gegen den VfR Aalen könnte die Euphorie beim BVB nicht größer sein. Natürlich gibt es von den Verantwortlichen und Spielern die üblichen Floskeln zu hören, nach denen es keine kleinen Gegner mehr gibt und man selbstverständlich den Zweitligisten ernst nehmen werde. "Wir tun gut daran, die Partie so anzunehmen wie ein Champions-League-Spiel", meinte stellvertretend Ilkay Gündogan.
Understatement schön und gut, aber klar ist auch: "Unsere Aufgabe ist, in Aalen für klare Verhältnisse zu sorgen. Wir durften erleben, wie schön es sich in Berlin anfühlt. In diesem Wettbewerb streben wir nach dem Höchsten", machte Trainer Jürgen Klopp unmissverständlich klar. Dabei wird dem Coach erneut Sven Bender fehlen, der noch immer an seinem Muskelfaserriss in der Wade laboriert. Für große Rotationsorgien wird das beim BVB aber nicht sorgen. Klopp plant für den Auftritt beim VfR Aalen lediglich "ein, zwei Änderungen" im Vergleich zum 2:0-Sieg in Freiburg. Reservisten wie Felipe Santana oder Ivan Perisic dürfen auf einen Einsatz hoffen.
BVB mit 34 Millionen Euro Gewinn
Qualitativ dürften diese Änderung die Startelf von Borussia Dortmund allerdings nicht schwächen, von einem Ausrutscher gegen Aalen ist daher natürlich unter normalen Bedingungen nicht unbedingt auszugehen. Das sieht auch Aalens Trainer Ralph Hasenhüttl so, der die Gala von Borussia Dortmund gegen Real Madrid im Stadion verfolgt hatte. "Als ich das gesehen habe, habe ich gedacht, dass ich nun einen besseren Plan haben muss als Real Madrid", meinte Hasenhüttl und fügte hinzu: Er könne aber schlecht sagen, dass er mehr Ahnung habe als José Mourinho.
Für die Pokalsensation wäre aber genau das nötig. Oder aber es kommt eine gehörige Portion Glück dazu. Glück, das auch Borussia Dortmund vor sechs Jahre hatte, als der Club fast Insolvenz hätte anmelden müssen. "Wäre die Finanzkrise 2006 statt 2008 gekommen, würden wir jetzt Bezirksliga spielen", erklärte Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke im Interview mit der Schwäbischen Zeitung die glücklichen Umstände, die mit dazu beitrugen, dass der BVB sich wieder aufrappeln konnte, zuletzt zweimal Meister wurde und 2012 einen Jahresgewinn von 34 Millionen Euro verbuchen konnte.





