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Datum: 21. Oktober 2012, 16:03 Uhr
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Können Bruno Spengler und BMW ihren DTM-Titel 2013 verteidigen?
Ja, der Kanadier macht's noch mal
Nein, ein anderer BMW-Pilot ist vorn
Die Konkurrenz wird stärker sein

BMW siegt bei DTM in Hockenheim

Bruno Spengler, DTM, BMW
Bruno Spengler holte sich den Titel

Spannung bis zum Ende: Mit seinem Sieg im Finalrennen in Hockenheim sichert BMW-Pilot Bruno Spengler den Titel vor Mercedes-Konkurrent Gary Paffett. Gleich in seinem ersten Jahr nach der Rückkehr schafft BMW damit den ersehnten Triumph.

BMW-Pilot Bruno Spengler hat seine Aufholjagd gekrönt und zum ersten Mal in seiner Karriere den Fahrertitel im Deutschen Tourenwagen Masters gewonnen. Nach den ersten vier Saisonrennen hatte Spengler noch 40 Punkte Rückstand auf Hauptkonkurrent Gary Paffett im Mercedes - in Hockenheim schnappte sich der 29 Jahre alte Kanadier durch seinen Sieg im zehnten und letzten Lauf doch noch die Meisterschaft. "Es war ein sensationeller Tag, ein sensationelles Rennen", sagte Spengler.

BMW mit Traum-Comeback

Auch für BMW war Spenglers Coup der triumphale Abschluss seines Comeback-Jahres in der DTM. Zudem gelang dem Autobauer aus Bayern in der ersten Saison nach 20 Jahren Pause der Gesamtsieg in der Herstellerwertung.

Paffett wurde in Hockenheim Zweiter, Spenglers Markenkollege Augusto Farfus Dritter. "Ein großartiges Finale mit einem grandiosen Kampf der Meisterschaftsanwärter Spengler und Paffett - zwei Sekunden haben letztlich entschieden. Glückwunsch an Bruno und BMW zum Titelgewinn", sagte Mercedes-Motorsportchef Norbert Haug.

Für ihn und Mercedes endete die Saison nach dem schwachen Jahr in der Formel 1 mit einer weiteren großen Enttäuschung. Selbst in der Markenwertung rutschten die Schwaben hinter Audi auf den letzten Platz. Der Brite Jamie Green hatte seine Außenseiterchancen schon durch die verpatzte Qualifikation und dem Start von Platz neun begraben müssen. Die nervenstarken Paffett und Spengler trennten am Samstag beim Kampf um die Pole dagegen nur 0,007 Sekunden. Von den Plätzen zwei und drei ging es hinter BMW-Fahrer Augusto Farfus in das entscheidende Rennen.

Der Start ist der Schlüssel für Spengler

"Ich bin direkt hinter ihm und in der besten Position, um ihn zu überholen", hatte Spengler nach der Zeitrunde gesagt. "Der Start ist der Schlüssel." Damit behielt er recht. Paffett verschlief den Auftakt komplett und musste den Rivalen schon vor der ersten Kurve vorbeilassen. Audi-Fahrer Mattias Ekström kam zunächst auch vorbei, fiel aber schnell wieder auf Rang vier zurück. Wenig später war die Dienstfahrt des Schweden wegen eines lockeren Reifens beendet.

Nach durchwachsenem Saisonbeginn mit zwei Ausfällen in den ersten vier Rennen endete die Meisterschaft für Spengler mit dem größten Erfolg seiner Karriere. Die souveräne Vorstellung mit den nahezu perfekten Boxenstopps stand für die herausragende zweite Saisonhälfte. Kontinuierlich verkleinerte Spengler mit insgesamt vier Siegen den großen Rückstand auf Paffett und schaffte es in jedem der letzten sechs Läufe, mehr Punkte als sein Konkurrent zu sammeln.

Nachdem der Sympathieträger noch in Diensten von Mercedes seit 2006 vier Mal knapp gescheitert war, verwirklichte Spengler sich nach 192,108 Kilometern in 1:07:59,069 Stunde unter den Augen kanadischer Freunde den Titel-Traum.

Paffett erneut kurz vor Schluss geschlagen

Paffett dagegen musste mit ansehen, wie ihm ein möglicher zweiter Gesamtsieg nach 2005 durch die Hände glitt. Neun Rennen lang führte der Brite die Gesamtwertung an - nun stand nach dem finalen Lauf sein Name nicht mehr ganz oben auf der Liste.

Zwar wies Haug immer wieder darauf hin, dass der 31-Jährige in mehreren Rennen unverschuldet zurückgefallen war und so wichtige Punkte verloren hatte. Trotzdem hätten es Paffett und sein Team nach einer starken Saison vor über 50.000 Zuschauern in der Kurpfalz aus eigener Kraft zu ihre Gunsten entscheiden und eine aus Mercedes-Sicht verkorkste Motorsportsaison in der Formel 1 mit dem DTM-Titel retten können.

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