Martin Kaymer hadert mit der Ansetzung der BMW International Open direkt nach den US Open. Müde und ausgelaugt legte Kaymer eine schwache erste Runde hin, sein zweiter Sieg seit 2008 ist in weiter Ferne.
Nach nur zwei Stunden Schlaf und einer Jogging-Runde um vier Uhr nachts ging dem Jetlag-geplagten Martin Kaymer beim Auftakt in Pulheim die Puste aus. Kaymer kämpfte beim Heimspiel, wie schon in der gesamten Saison, vor allem mit der Konzentration bei den Putts, die einige Male daneben gingen.
Mit 71 Schlägen landete der Sieger von 2008 bei der BMW International Open im GC Gut Lärchenhof auf dem geteilten 66. Platz. Der Australier Marcus Fraser und Fabrizio Zanotti aus Paraguay übernahmen mit 64er Runden bei acht Schlägen unter Par die Führung.
Jetlag legt Kaymer lahm
Vier Tage nach dem 15. Rang bei der US Open machte der 27-jährige Kaymer einen ausgelaugten Eindruck. Marcel Siem (68) kam im selben Flight besser zurecht, vergab aber auf den letzten Löchern ein besseres Resultat und geht von Rang 16 in den zweiten Durchgang - ebenso wie Alex Cejka aus München.
"Mir hat einfach ein bisschen Energie gefehlt", sagte Kaymer, der schon um zwei Uhr wach wurde und nicht wieder einschlafen konnte: "Ich bin gejoggt. Um die Uhrzeit fällt einem sonst nicht viel anderes ein, was man tun könnte." Insgesamt gelangen ihm bei schwülem Wetter nur zwei Birdies bei einem Bogey. "Da habe ich mir natürlich mehr erhofft."
Zusätzlich genervt wurde der Weltranglisten-13. vom Klicken der Kameras bei seinen Abschlägen. "Martin wurde drei-, viermal gestört von den Zuschauern, das tat mir leid", sagte Kollege Siem, der mit Kaymer befreundet ist. "Ich habe Hochachtung vor Martin, er arbeitet hart und wird wiederkommen", meinte er. Hunderte Fans gingen schon um acht Uhr morgens mit den Rheinländern auf die Runde.





