Mit Kritik an den Demonstranten und Schuldfreisprechung für den Fußball-Weltverband hat FIFA-Präsident Joseph S. Blatter in einem Exklusiv-Interview mit dem brasilianischen TV-Sender Globo Stellung zu den Protestkundgebungen im WM-Gastgeberland gegeben. "Brasilien hat sich um diese WM beworben. Wir haben die WM nicht Brasilien aufgezwungen", betonte der 77-Jährige. Die Kritik an den Kosten der Stadien könne der Schweizer deshalb nicht verstehen, zumal auch Busbahnhöfe, Hotels oder Flughäfen gebaut oder ausgebaut würden. "Das sind Objekte des Vermächtnisses für die Zukunft", sagte Blatter. Zwar habe er Verständnis, dass die "Menschen nicht glücklich sind", aber man solle doch nicht den Fußball nutzen, um Forderungen zu verkünden.
