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Bitteres Aus für Frankfurt: 3:3 gegen Porto nach 2:0-Führung

Zu den Kommentaren17 Kommentare   |   Quelle: sid
27. Februar 2014, 20:52 Uhr
fc porto, eintracht frankfurt
Der FC Porto kam doch noch weiter

Für Eintracht Frankfurt haben die Festwochen in der Europa League ein abruptes Ende gefunden: Trotz glänzender Ausgangsposition und einer 2:0-Führung verpasste der abstiegsgefährdete Bundesligist durch ein 3:3 (1:0) im Rückspiel gegen Portugals Meister FC Porto den Achtelfinal-Einzug.

Eine Woche nach der Aufholjagd im Hinspiel beim Ex-Weltpokalsieger aus Porto (2:2) besiegelten Eliaquim Mangala (58. und 71.) sowie Nabil Ghilas (86.) den Zwischenrunden-K.o. der Hessen, denen der Sprung in die Runde der letzten 16 rund 1,5 Millionen Euro netto in die Kassen gespült hätte. Stefan Aigner (37.) und Alexander Meier (52. und 76. ) hatten die Eintracht mit 2:0 bzw. 3:2 in Führung gebracht.

Vor 48.000 Zuschauern in der ausverkauften Arena konnten sich die Gastgeber in der ersten Halbzeit den erhofften psychologischen Vorteil erarbeiten. Und ausgerechnet die beiden für Marco Russ (Gelbsperre) und Sebastian Rode (Knorpelschaden) ins Team gerückten Aigner und Tranquillo Barnetta waren entscheidend an der Führung beteiligt.

Per Hackentrick leitete Barnetta auf Sebastian Jung weiter, dessen Flanke Alexander Meier zu Aigner köpfte. Der Rechtsaußen spitzelte dann den Ball gekonnt an Porto-Keeper Helton vorbei ins Netz und löste einen wahren Jubel-Orkan aus.

Zuvor hatte die Eintracht jedoch einige brenzlige Situationen zu überstehen. Der kriselnde Ex-Weltpokalsieger aus Porto, der am vergangenen Wochenende seine erste Liga-Heimpleite seit über fünf Jahren kassiert hatte, ließ einige Male seine technischen Fähigkeiten aufblitzen. Ein ums andere Mal sah die Eintracht-Abwehr schlecht aus, hatte aber Glück, dass Stürmer Jackson eine gute Vorlage von Danilo nicht nutzen konnte (15.).

Die Gäste wirkten ballsicherer und waren mit Pässen in die Tiefe stets brandgefährlich. Eintracht-Trainer Armin Veh hatte nicht umsonst den ehemaligen Champions-League-Gewinner auf den Favoritenschild gehoben. Dagegen setzten die Frankfurter unbändigen Kampfeswillen und erarbeiteten sich ihrerseits Chancen. Johannes Flum verpasste eine exzellente Möglichkeit, als er aus zehn Metern weit übers Tor schoss (27.). Nur kurz darauf köpfte Portos Mittelfeldspieler Hector Herrera knapp neben das Gehäuse des Tabellen-13. der Bundesliga.

Bisher hatten die Hessen, deren optimistische Fans schon 15.000 Tickets für das Achtelfinale reserviert hatten, knapp zwölf Millionen Euro Umsatz in der laufenden Europa-League-Saison gemacht.

Nach dem Wechsel erhöhten die Portugiesen den Druck. Doch die Veh-Elf war zunächst effektiver. Nach Vorarbeit von Barnetta erhöhte Meier mit einem Linksschuss aus zwölf Metern - es war sein sechster Europacup-Treffer in dieser Saison.

Allerdings nutzte Porto eine Unachtsamkeit in der Abwehr der Hessen zum Anschluss. Fast im Gegenzug hätte Jung per Hacke beinah den alten Abstand wiederhergestellt (60). Dann schlug erneut Mangala mit seinem zweiten Kopfballtreffer zu. Nach Meiers zweitem Treffer nutzte Porto eine Konterchance eiskalt aus.

zu "Bitteres Aus für Frankfurt: 3:3 gegen Porto nach 2:0-Führung"
17 Kommentare
Letzter Kommentar:
kritik schrieb am 28.02.2014 11:42
nein, kritik ist mE nicht angebracht. natürlich haben sie 2:0 geführt. aber da mussten sie noch fast 40min überstehen. und porto hatte dann nichts mehr zu verlieren. also war es klar, dass die eintracht dann zerquetscht wird. fraglich ist für mich nur eine situation, warum es in der 86 min am eigenen 16er zu einer 2 gegen 2 situation kommt. das war dumm. da muss man eigentlich nach dem 3:2 volle kanne beton anrühren. nicht mal die konter sollte man da ausspielen, sondern nur versuchen zeit zu gewinnen und die 5-10 min zu überleben. gut hinterher ist man schlauer. man darf nicht vergessen, dass die eintracht bei soviel aufwand einfach K.O war. das war doch deutlich sichtbar. das ist das gleiche phänomen. ein technisch unterlegene mannschaft hält 70-80 min dagegen und ist auf augenhöhe. dann aber, wenn die puste ausgeht, kommts ganz stark auf die fußballerischen qualitäten an. top mannschaften können halt bis in die nachspielzeit ein k.O schlag setzen. ich kann mich nicht erinnern, dass die eintracht mal in den letzten 2min oder nachspielzeit ein spiel für sich entschieden hätte?!?
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