Erstmals seit Einführung der Champions League 1992 haben sich drei deutsche Clubs als Gruppensieger für das Achtelfinale qualifiziert. Und was ist der Lohn? Bayern München und Schalke 04 müssen mit Real Madrid als Gegner rechnen.
Bis zu Auslosung darf noch kräftig über mögliche Gegner spekuliert werden, denn erst am 20. Dezember werden die Lose gezogen. Die Wahrscheinlichkeit, dass der FC Bayern oder Schalke auf die Königlichen und den damit wohl stärksten Gruppenzweiten treffen, ist relativ hoch.
Nur fünf mögliche Gegner für Real Madrid
Denn für den spanischen Meister mit Mesut Özil und Sami Khedira kommen nur fünf der acht Gruppenersten als Gegner in Betracht. Grund: In der ersten K.o.-Runde sind Spiele gegen Mannschaften aus dem eigenen Land (FC Barcelona und FC Malaga) sowie Vorrundengegner (also Borussia Dortmund) ausgeschlossen. Neben den beiden deutschen Clubs bleiben für Real Madrid also nur noch Manchester United, Paris St. Germain und Juventus Turin als potenzielle Achtelfinalrivalen übrig.
"Gegen Real wissen wir, dass wir hundert Prozent da sein müssen", sagte Bayern-Torjäger Mario Gomez zu einer möglichen Neuauflage des Klassikers gegen Real. Im Halbfinale der vergangenen Saison konnten sich die Münchner im Elfmeterschießen durchsetzen und schafften so den Einzug ins verlorene Endspiel gegen den FC Chelsea.
Wer hat Angst vorm BVB?
Abgesehen vom Gruppengegner FC Valencia kommen für die Bayern neben Real noch der AC Mailand, FC Porto, FC Arsenal, Shakhtar Donezk, Celtic Glasgow und Galatasaray Istanbul als Kontrahenten infrage. "Wir wollen ins Finale, dazu müssen wir eh jeden Gegner schlagen", erklärte Gomez gelassen mit Blick auf den Lostopf. Für Borussia Dortmund wäre wohl der AC Mailand das schwerste Achtelfinal-Los.
Angesichts der starken Auftritte der deutschen Teams in der Vorrunde stellt sich jedoch eher die Frage, welches europäische Team am meisten vor einem deutschen Gegner zittert. Man City-Trainer Roberto Mancini äußerte sich jedenfalls voller Respekt über den BVB. "Diese Mannschaft kann die Champions League gewinnen", befand er und schloss sich damit dem Urteil namhafter Kollegen wie José Mourinho (Real Madrid) und Alex Ferguson (Manchester United) an.
Jürgen Klopp sieht das natürlich anders: "Wir sind weit davon entfernt, vom Titel zu träumen. Es gibt brutal gute Teams, die man im Achtelfinale auch als Gruppensieger bekommen kann."
Schalke, Bayern und Dortmund erst auswärts
Das Bundesliga-Trio geht als Gruppensieger neben dem absoluten Topfavoriten FC Barcelona auch weiteren dicken Brocken wie Manchester United, Juventus Turin und Paris St. Germain zunächst aus dem Weg. Bayern-Trainer Jupp Heynckes benannte einen weiteren Vorteil der deutschen Vereine. "Wir können zuerst auswärts antreten. Wenn man die Zweitplatzierten sieht, weiß man, dass das positiv sein kann." Die Entscheidung fällt dann jeweils vor eigenem Publikum.
Ausgetragen werden die Achtelfinal-Hinspiele zwischen dem 12. und 20. Februar 2013. Die Rückspiele finden vom 5. bis 13. März statt. Der Einzug ins Viertelfinale, in dem dann auch deutsche Duelle möglich wären, wird von der UEFA mit 3,9 Millionen Euro honoriert.
Die Gruppensieger: Borussia Dortmund, FC Bayern München, FC Schalke 04, FC Barcelona, Manchester United, FC Malaga, Paris St. Germain, Juventus Turin.
Die Gruppenzweiten: Real Madrid (kein möglicher Dortmund-Gegner), AC Mailand, FC Porto, FC Arsenal (kein möglicher Schalke-Gegner), Shakhtar Donezk, FC Valencia (kein möglicher Bayern-Gegner), Celtic Glasgow, Galatasaray Istanbul.
