Teammanager Oliver Bierhoff rechnet nach dem Halbfinal-Aus der deutschen Nationalmannschaft bei der EM mit einem frisch motivierten Bundestrainer. "Jogi Löw wird das Spiel gegen Italien für sich analysieren, und er wird bald wieder die Kraft finden für die nächste Strecke. Um Jogi mach' ich mir keine Sorgen", betonte Bierhoff in einem Interview der Süddeutschen Zeitung. Nach der Italien-Pleite war Löw wegen seiner falschen Taktik zum Teil hart angegangen worden. "Wenn man als Trainer sechs Wochen lang Entscheidungen trifft, die von 80 Millionen Menschen diskutiert werden, und wenn die Sache dann so endet, dann ist es normal, dass man erst mal keine Energie mehr hat. Im ersten Moment fragst du dich: Was jetzt? Was willst du jetzt überhaupt noch machen, was willst du den Spielern erzählen?", sagte Bierhoff. Einen Imageverlust von Löw befürchtet Bierhoff nicht.
Nun zum eigentlichen. Deinem ersten Beitrag kann ich nicht wirklich zustimmen. Dieses Jahr sind wir unter Löw zum ersten Mal an einem Gegner gescheitert, den man auf dem Papier wirklich schwächer einschätzen musste. Und auch dieses Turnier war alles in allem keine Pleite, wenn man bedenkt, in welcher Gruppe wir souverän weitergekommen sind (ein Erfolg aber auch nicht, klar). Da macht es keinen Sinn nun gleich alles in Frage zu stellen. Eine sachliche Analyse der Fehler muss aber erfolgen, da gebe ich dir Recht!
Zum letzten Punkt: Der Bayernblock hat schon seine Berechtigung, all diese Spieler haben international ein hervorragende Saison gespielt, zweiter in Bundesliga und DFB-Pokal muss man auch erstmal werden. Einzig mit dem Einsatz Schweinsteigers wurde ein systemischer Fehler begangen. Mit dem Heynckes-System hatte das, was die Löw-Elf gespielt hat, aber trotzdem wenig zu tun, deshalb fällt es mir gerade ein wenig schwer zu verstehen, worauf dieses Argument eigentlich abzielt.



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