Angelique Kerber pariert die unvermeidlichen Steffi-Graf-Vergleiche schon mit charmantem Witz. "Ich kenne Steffi Graf gut... aber nur vom Fernseher!", erzählte Deutschlands neuer Tennisstar schelmisch. Tatsächlich ist die Graf ihr Idol - und womöglich kann sie sie dieser Tage in Wimbledon endlich mal kennenlernen. Die sonst kaum greifbare Wahl-Amerikanerin Graf kam just am Dienstag in London mit ihrem Mann Andre Agassi an, als Kerber mit einem Dreisatz-Kampfsieg über Sabine Lisicki ihren ersten Wimbledon-Halbfinaleinzug perfekt machte. Graf würdigte via Facebook ein "emotionales Achterbahn-Match" der zwei "German Girls". So nah wie Kerber war wohl seit Graf keine Deutsche mehr an diesem legendären Silber-Teller dran - trotz des Halbfinal-Sturmlaufs von Lisicki im Vorjahr. "Ich traue Angie auf jeden Fall das Finale zu. Und da ist immer alles möglich", sagt Fed-Cup-Teamchefin Barbara Rittner. Kerber ist Weltranglisten-Achte - und nach dem Turnier mindestens Siebte.
