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1. Badstuber-Aus trübt Gipfel zwischen Bayern München und Borussia Dortmund
Datum: 02. Dezember 2012, 10:01 Uhr
Format: Artikel
Quelle: dpa/sportal.de
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Badstuber-Aus trübt Gipfel zwischen Bayern München und Borussia Dortmund

Holger Badstuber, Bayern München, Borussia Dortmund
Holger Badstuber verletzte sich im Spiel gegen den BVB schwer

Hätte sich Holger Badstuber nicht verletzt, dann wären bei Bayern München und Borussia Dortmund alle zufrieden gewesen. So blieb ein fader Beigeschmack und die Erkenntnis, dass für Bayern ein Blick auf die Tabelle befriedigender ist, als das Zählen der nicht gewonnenen Spiele gegen den BVB.

Mit dem 1:1 gegen den Titelverteidiger verpassten die Münchner auch im sechsten Pflichtspiel in Folge einen Sieg gegen die Schwarz-Gelben. Angesichts von elf Punkten Vorsprung in der Tabelle auf Dortmund und acht Zählern Differenz zum Zweiten Bayer Leverkusen ließ sich das jedoch verschmerzen.

Bayern hätten gerne gewonnen, aber...

"Ein Sieg wäre gut für die Außendarstellung gewesen. Aber wenn wir am Ende Meister werden, können wir gegen Dortmund gern noch mal unentschieden spielen", brachte es Thomas Müller bei bild.de auf den Punkt. Bayern-Boss Uli Hoeneß war eigentlich auch ganz zufrieden, erst als er auf den vermeintlichen BVB-Komplex angesprochen wurde, verlor er ein wenig die Fassung.

"Ich kann mit so einem Käse wie Trauma-Bewältigung nichts anfangen. Das muss man beim Psychiater machen", raunzte das Vereinsoberhaupt ins ZDF-Mikro und schilderte danach seine Sicht der Dinge: "Wir haben die elf Punkte Vorsprung nach wie vor." Die könne man "eigentlich nicht" verspielen - und überhaupt: Das Ende der schwarzen Serie gegen den BVB sei nur eine Frage der Zeit, verkündete Bayerns Abteilung Attacke: "Ich denke, dass wir sie jetzt die nächsten Jahre wieder zur Weißglut bringen. Die Voraussetzungen sind ja alle ganz gut."

Äußerlich gelassen war Gemütslage bei Borussia Dortmund. Trainer Jürgen Klopp hatte schon vor der Partie betont, dass die Bayern ihre eigene Saison spielen. Für ihn stand vor diesem Hintergrund nicht der Kampf um die Meisterschaft an diesem Abend im Vordergrund, sondern ihm war wichtig, dass seine Mannschaft in diesen 90 Minuten gegen eine Top-Mannschaft besteht. Das ist gelungen und daher gab es für Klopp auch keinen Grund, Trübsal zu blasen.

Watzke hakt Titel ab, Weidenfeller nicht

Das Thema Meisterschaft konnte in Dortmund dennoch nicht ausgeblendet werden, allerdings herrscht beim BVB keine Einigkeit darüber, wie die Chancen zu beurteilen sind. "Die Bayern sind insgesamt in dieser Saison nicht zu stoppen. Da müssten sie schon eine Schwächephase kriegen, aber das ist bei dem Kader nicht sehr wahrscheinlich", hakte BVB-Boss Hans-Joachim Watzke bei bild.de die Titelverteidigung quasi schon ab.

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